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  • Hermes335

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Strompreise in N und S

In Norwegen kostet die kWh Strom 16 Cent, in Schweden 19 Cent.
In Deutschland über 30 Cent.
Noch Fragen?
Hoffentlich nicht, denn dann würde sich der Fragesteller als geistig unterbelichtet outen.

Ferner:

"Das sei ein Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen. In Deutschland trägt der Straßenverkehr knapp 20 Prozent zu den Emissionen bei. Wie berichtet ist der CO2-Ausstoß des Verkehrssektors in den letzten Jahren sogar angewachsen und inzwischen wieder höher als 1990."

20% der CO2-Emissionen, wobei ja bekanntlich Wasserdampf ein weitaus stärkeres Treibhausgas ist, kommen also vom Verkehr.
Davon wieviel % von Autos und wie groß ist der Anteil an LKW bzw. Transportern?

Dass der Verkehrssektor seit der EU-Osterweiterung in Deutschland explosionsartig wächst, wissen die 5-jährigen ohne Kita-Abschluss. Warum wissen das erwachsene Menschen nicht, wenn es um gestiegene Verkehrsemissionen geht?
Ebenso maßgeblich zu steigenden Emissionen tragen künstlich erzeugte Verkehrsbehinderungen bei, wie zum Beispiel Baustellen, die 90% der Zeit brach liegen aber trotzdem den Verkehr behindern und Staus verursachen, ebenso tragen von grün-grenzdebilen Stadtverwaltungen erzeugte "Rote-Wellen-Ampelstrecken", Umleitungen wegen "Feinstaub-Sperrungen" und Fahrbahnverengungen zur "Verkehrsberuhigung" in großem Ausmaß für steigende Emissionen bei.

Man kann also als Fazit sagen:

1) die Autos (PKW) sind nur ein kleiner Teil der Ursache, der größere Teil ist der Liefer/Transportverkehr in der EU
2) selbst wenn ein 130-Tempolimit kommen sollte, wird das maximal ca. 0,14% CO2-Emissionen verringern, da erstens selten schneller als 130 gefahren wird, zweitens durch hohe Verkehrsdichte selten überhaupt 130 erreicht werden können und drittens der verschwindend geringe Anteil an PKW, die schneller fahren ein Mückenschiss sind
3) da diese Fakten nun mal Realität sind, muss man schon recht geistig behindert sein, wenn man trotzdem meint, der PKW-Verkehr und erst recht 130 Tempolimit würde etwas relevantes zu Treibhausgasemssionen beitragen.

Ferner gilt als Fazit: in Ländern, in denen der Strompreis nur ein Bruchteil dem Deutschlands entspricht, mag E-Mobilität eine temporäre brauchbare Alternative darstellen. In Deutschland, als Strompreisspitzenreiter der EU sicher nicht. Dort kann das E-Auto BESTENFALLS eine Alternative für den Stadtverkehr sein. Entweder für Stadtbewohner, die selten ihren Termitenhügel verlassen, oder als Zweit-Auto für Landbewohner, die hin und wieder masochistische Anwandlungen haben und sich Stadtverkehr heutzutage antun wollen :-D

Gruß
Hermes

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