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  • freudhammer

683 Beiträge seit 14.12.2014

Geschäftemacherei

Tschechien hat seine Zukunft also auch in die Hände eines Oligarchen gelegt, sein Hauptgeschäftsfeld scheint ein Agrarkonzern zu sein und – wie dem Bericht zu entnehmen – ist er auch ein Förderer der künstlichen Befruchtung, die ein Riesengeschäft zu sein scheint. Erst recht, wenn einmal auch noch an genetischem Material herumgetrixt werden kann, was in manchen Gegenden der Welt bei Saatgut und Klonen von Nutztieren schon die Regel ist. Und dass dies mit der Globalisierung und ihrer "Neuen Weltordnung" kommt, die bereits vieles Moralische beiseite gedrängt hat, vielleicht auch schon über die Freihandelsregeln eingeklagt werden kann, ist meine Befürchtung.
Und da Konzerne von Haus aus totalitäre Strukturen haben, ja Diktaturen sind, wird der Herr Premierminister diese Strukturen wohl auch auf den Staat übertragen wollen. Armes Tschechien...
Die Diskussion zum Thema hier im Forum gefällt sich darin, die künstliche Befruchtung als Ausdruck persönlicher Freiheit zu begrüßen. Hier, die verbiesterte Katholische Kirche (die ich auch nicht mag), dort die „Modernen“ und – wie ich meine – User mit gewaltigen Scheuklappen und reichlich Ideologie.
Gegen ärztliche Hilfe im Einzelfall habe auch ich nichts. Gegen Befruchtungskliniken mit Kaufhauscharakter, in denen Menschen wie Ware produziert werden, aber sehr viel. Ich denke an die wachsende Zahl mit ihrem Leben unzufriedener, menschlich unreifer Egoistinnen, die sich dann vermehrt, statt einem Schoßhündchen ein Kindchen zulegen werden und in Torschlusspanik und Angst vor dem Alleinsein im Alter, ihre Menopause durch Medizintechnik austricksen wollen und sich mit sechzig noch künstlich befruchten lassen und dann vielleicht sogar noch (wie passiert) Sechslinge bekommen. Oder – wie in Amerika geschehen – eine taubstumme Frau auf einem taubstummen Befruchter beharrt, damit ihre Behinderung auch weitervererbt werden kann. Gut, extreme Beispiele, die es in die Medien geschafft haben, aber gewiss nur die Spitze des Eisbergs. Ein Kind braucht möglichst junge Eltern, die auch im günstigen Fall noch als Groß- und Urgroßeltern den nächsten Generationen zur Seite stehen können. Es ist aber heute modern, dass immer nur die (in diesem Fall widernatürlichen) Persönlichkeitsrechte der Frauen gesehen werden und nicht die Bedürfnisse und - wie ich meine - die unveräußerlichen Rechte der Kinder.
Ich sehe die Befruchtungstechnik als riesige Geschäftemacherei, wie so vieles in der Medizin und Pharmabranche. (Wenn ich alleine an den Umfang der Kaiserschnittgeburten denke, die teilweise schon über ein Drittel aller Geburten ausmachen und von den Gynäkologen zeitlich so schön geplant und mit dem mehrfachen Satz einer Hebamme abgerechnet werden können, dann sehe ich darin eine auf Gier und Bequemlichkeit basierende Widernatürlichkeit. Ebenso, dass bei uns ein Mehrfaches an Gelenksprothesen eingesetzt wird, verglichem mit dem benachbarten Ausland usw.)
Und ich sehe auch, das will ich nicht verschweigen, einen weiteren Frontalangriff gegen die Familie, die ich als unverzichtbar für ein gesundes Aufwachsen von Kindern halte.
Falls, was zu erwarten ist, nun die Rotfärber zuschlagen, werde ich das Rot als Auszeichnung verstehen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.02.2018 16:00).

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