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mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2018

Distant Socializing

Die Meinungen erratischer Experten interessieren mich nicht. Ich zähle in multipler Weise zu den Risikogruppen. Die Empfehlungen einiger Experten haben sich in den letzten Wochen als gemeingefährlicher Unfug entpuppt und wer bei einigermaßen klarem Verstand ist, glaubt diesen Leuten kein einziges Wort mehr, weil sie bei nächster Gelegenheit ohnehin nur wieder wohlfeile Unwahrheiten veröffentlichen.

Es gibt Ausnahmen (etwa Herrn Unzicker), die mir bisher nicht negativ aufgefallen sind und denen keine tendentiösen Meinungsäußerungen oder ein Beharren auf überkommenen Standpunkten nachzusagen sind, aber diese korrespondieren auch offenbar nicht mit unserem obersten Gesundheitsbanker, Meister Spahn, der AfD (mutmaßlich demnächst anstelle der SPD mit im Boot) oder diesem inhomogenen, jedoch weitläufig vernetzten Machtkonglomerat nahestehender Stiftungen.

Von dem, was in den Regierungsmedien verlautbart wird, glaube ich schon länger kaum noch ein Wort und bin dessen ebenfalls weitgehend überdrüssig. Der Output ist nur noch tendentiös vergiftet und inzwischen auf Bildzeitungsniveau angelangt (Springer & Bertelsmann), (implizite) Russland- und Chinahetze, Tatsachenverfälschung, unhaltbare Behauptungen sind an der Tagesordnung, partielle Volksverdummung in Sachen Corona ebenfalls, sofern das sogenannte Volk in die eine oder andere Richtung gelenkt werden soll (etwa in Bezug auf Schutzmaßnahmen absolut skandalös, was da bisher abgelaufen ist).

KenFM (interessante Plattform) hat mit Wodarg meiner bescheidenen Meinung nach aber ebenfalls eine zwar konträre aber ebenfalls hochproblematische Expertenauswahl getroffen.

Worauf ich mich einigermaßen verlassen muss, sind persönliches Urteilsvermögen und Schutzausrüstung. Bisher hatte ich zum Einkaufen immer eine FFP3-Maske (seit Wochen dieselbe) nebst (Schutz)brille auf. Bevor ich danach ins Auto steige, desinfiziere ich diese, Brille, Hände und Gesicht, und versenke die Waren im Kofferraum. Zu Hause angekommen, werden diese soweit möglich ebenfalls desinfiziert und/oder meherere Tage in ungenutzten Räumlichkeiten liegengelassen (Frischware zu desinfiziern, kann geschmacklich problematisch enden).

Ich versorge auch hochbetagte Personen mit Einkäufen und möchte erstere auf keinen Fall unvermeidlichen Risiken aussetzen. Wenn ich dabei Fehler mache, können die sterben. Woran ich nichts ändern kann, ist das unverantwortliche Verhalten weiterer Personen im Umfeld dieser Hochbetagten.

Die Situation hier ist vergleichsweise privilegiert, ländlich, massenhaft Platz sich auf privatem Grund in familiärer Atmosphäre unter Einhaltung verschärfter Hygieneregeln in Kleinstgruppen zu versammeln, Bevölkerungsdichte mutmaßlich unter 500 im km², Nationalparks in unmittelbarer Nähe. Ich schreibe das, weil viele, viele Menschen jetzt im Moment (noch) in ihren Stadtwohnungen eingesperrt sind und ich mich fast dafür schäme, in dieser privilegierten Situation zu sein.

Es tut mir aufrichtig leid, Euch nicht darüber hinaus von Nutzen sein zu können.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (18.04.2020 20:51).

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