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  • zum Graustufen

258 Beiträge seit 19.12.2016

Ja, die böse Ideologie...

...könnte natürlich helfen, das Problem ein wenig in den Griff zu bekommen. Aber das riecht förmlich nach schnödem Kommunismus und geht daher überhaupt nicht. Dabei weiß der gelernte Werbefachmann, dass die Verankerung von Botschaften über die Tiefe des Einschlags im Gehirn stattfindet, um es mal vulgär auszudrücken.
Die Diskussion, dass es Sünde sei, Lebensmittel wegzuwerfen oder Handys oder Kühlschränke/Autos/Kleidung ist selbstverständlich völlig scheinheilig. Nicht umsonst nennt man uns "Verbraucher" als Triebfeder des Marktes und der Produktion und des Wachstums, auch wenn dieses Modell, wie jede reale Schraube, ein sichtbares Ende hat.
Wenn eben Hänschen in der Schule nicht Rechnen gelernt hat und auf 3 Personen je 10 kg Nudeln und 3 kg Salz kauft, dann wird er nach der Zubereitung die Reste eben nicht 6 Monate gekühlt aufbewahren, um sie zu verspeisen, während in Afrika Menschen verhungern, sondern wegwerfen, weil für diese Nudeln eben auch Miete gezahlt werden muss und sich andere Dinge ebenfalls im Haushalt türmen, denken wir nur an die alten Handys der letzten 5 Verträge.
Es deutet sich an, dass die Verhältnisse in dieser Form vermutlich nicht in freiheitlicher Weise gelöst werden können, indem man den werten Bürgern ein Merkblatt in die Hand drückt und sie damit allein lässt. Eine Lösung dafür haben auch die Redakteure und Journalisten der sonst so regsamen Blätter "Welt", "Bild" oder "Focus" nicht parat, sind sie doch selbst auf eine Art Verschwendung angewiesen. Seien wir gespannt, was uns die Zukunft ins Tagebuch schreibt.

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