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  • Mathematiker

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Emmy rulez

Nüchtern betrachtet, ist die Leistung von Ada Lovelace nicht weiter
erwähnenswert.
Sowohl so die Maschine, mit ihrer (für heutige Verhältnisse) äußerst
eingeschränkten Funktionalität, als auch der Algorithmus für die
Berechnung der Bernoullizahlen stammen nicht von ihr.

Aber die Informatik ist nunmal das Nerd-Fach schlechthin, was dem
"Nachruhm" von Lovelace sehr zuträglich war:
1. Man freute sich wie Bolle, das sich auch mal eine Frau sich
irgendwie mit diesem Kram auseinandergesetzt hatte und führte
Lovelace permanent als Beispiel vor. Seht ihr: Mädchen können das
auch.
2. Man sollte ihren Vornamen nicht unterschätzen. In dem ganzen
Programmiersprachen-Zoo ist lexikographikalisch betrachtet, Ada halt
ganz weit vorne und macht sich auch besser als Adam oder Adolf.

Der Babbage selbst hat seine Maschine nie zum Laufen bekommen und ist
damit wahrlich der "Erfinder" eines in der IT-Branche häufigen
Phänomens. Des "death by specification". Jedesmal, wenn ihm eine
Verbesserung seiner Maschine einfiel, baue er sie um.

Als eine wirklich bedeutende Mathematikerin empfehle dem Autor Emmy
Noether. Die durfe auch mit den Großen spielen und gehört locker in
die Top 20 der bedeutensten Mathematiker aller Zeiten. Die brauchte
keine Frauenquote.

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