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  • mind.dispersal

mehr als 1000 Beiträge seit 02.03.2010

Zu nationalistisch, um europäisch zu sein? Der war gut... XD

. Viel zu tief saßen nationalistische Ressentiments noch im Herzen einer französischen Mutter, die ihre Söhne an die deutschen Invasoren verloren hatte; zu tief im Gedächtnis eines Deutschen, dessen Vater von italienischen Partisanen erschossen wurde. Der Frieden war aber als politisches Anliegen so dringend, dass man nicht darauf warten konnte, bis der Wille zur Völkerverständigung zur breiten Masse durchsickerte.

Und was, wenn es umgekehrt war und die regionalen Bevölkerungsgruppen mit ihren regionalen Interessen noch allzu sehr unter den Folgen des "Wir sind alle Franzosen", "Wir sind alle Deutsche" litten, um sich ins nächste Abenteuer der supernationalistischen Gleichmacherei zu stürzen? "Wir sind alle Europäer"?

Die Menschen sind eben nicht ganz so doof, wie man immer glaubt. Sie besitzen schon allein aus der Historie ein subtiles Verständnis dafür, dass es um Macht gehen muss, wenn ein diverses Portfolio unter einen gemeinsamen, idealistischen Nenner gepfercht werden soll und dass solche Systeme immer hierarchisch sind. Es sei denn natürlich, man ist begeisterter Sozialist. Dann hält man sowas natürlich für Rebellion, Befreiungsschlag und die Dämmerung brüderlich-friedlicher Gleichheit und Gerechtigkeit.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (26.01.2020 11:33).

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