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  • krug_j

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BW-Alltag

kritiker20 schrieb am 16. November 2003 19:51

> Alltag in der Bundeswehr:
>
> "Es war einfach Alltag da, daß gegen Juden gewettert wird, solche
> Wörter wie Judenschwein und so sind einfach alltäglich, ist normal."
>
> "Zum Beispiel bei einer Schießübung auf dem Übungsplatz, wo ich
> selber dann auf eine Zielscheibe schießen sollte und nicht besonders
> gut getroffen hatte und ein Ausbilder zu mir dann sagte: Stell dir
> vor, es ist ein Jude, dann triffst du ihn auf jeden Fall, direkt
> zwischen die Augen."

Ich kenne solche Sachen auch von der BW.

Das brüllen von "Wir sind doch hier nicht im Negerkrahl" sollte etwa
ausdrücken, das irgendwo angeblich noch ein Staubkorn entdeckt wurde.
Solche und ähnliche rassistische Äusserungen waren normal...

Schlimmer fand ich allerdings was mit ein Kammerad aus meiner Kaserne
erzählte, der als Offiziersordonanz diente. Abends besoffen sich die
Offiziere in ihrem Casino und schauten dazu Wochenschauen aus dem 3.
Reich, wenn dann die Nazis dort bei ihrem Vormärschen bejubelt wurden
standen regelmässig einige auf und hoben den Arm zum Hitlergruss und
gröhlten Nazilieder.
Erschreckt hat mich daran eigentlich weniger, das es solche Idioten
von Offizieren gibt, sondern das dies zu keinerlei Konsequenzen
führte. Die anderen Offiziere tolerierten es, es war "Normalzustand".

Allein schon der Name "Briesen Kaserne" zeigt was das für eine Armee
ist.

General Kurt v. Briesen:
Überfall Polen, Überfall Frankreich, Überfall Sowjetunion.
Naja, 1941 beförderte ihn ein fliegender Held der roten Armee ein
letztes Mal.

Ich trauere um die Opfer auf allen Seiten der Kriege, um solche
Schweine wie Briesen allerdings nicht.

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