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Deutsche Kultur, Vergangenheitsbewältigung, Kollektivschuld und Umerziehung

aa-bb-cc schrieb am 17. November 2003 22:22
> Beethoven wie Einstein sind Produkte der Deutschen Kultur, die
> weiterzupflegen - auch aus Respekt vor den Leistungen dieser Leute -
> nun die Aufgabe jener ist, die Deutsch als ihre Muttersprache haben.
> Da Beethoven Musiker und Einstein Physiker waren, ist das natürlich
> jetzt eher metaphorisch gemeint, denn die Sprache der Physik ist in
> mathematischen Formeln geschrieben und die der Musik in Noten, beides
> ist nicht deutsch (und insofern ist es Aufgabe von Musikern
> Beethovens musikalisches Erbe zu pflegen und was Naturwissenschaftler
> angeht, so stehen diese ohnehin in der Tradition eines Kopernikus,
> Galilei, Newton aber auch Popper.)
>
> Aus Respekt vor Beethoven und Schiller spielt man im Ausland die Ode
> an die Freude  auf deutsch - und nur auf deutsch. Nur wir Deutschen
> meinen, wenn wir es täten, wären wir provinziell, weswegen wir es -
> glaube ich jedenfalls - auf Englisch machen würden, zumindest mit
> einer Strophe oder so.
>
> Ich bin nicht stolz auf die deutsche Kultur, wie könnte ich das nach
> Auschwitz,

Eben da liegt der Fehler. Nicht, daß Du nicht stolz darauf bist, das
ist Dein gutes Recht, sondern daß Du glaubst, wegen Auschwitz dürfe
man das nicht.

Dürfen die Türken nicht stolz auf ihre Kultur sein, obwohl sie Anfang
des 20. Jahrhunderts einen Völkermord an Armeniern begangen haben
(den sogar nicht eine kleine Gruppe im Geheimen, sondern eine breite
Masse begangen hat-Berichte darüber sind bis heute in der Türkei
strafbar)? Die USA wegen der Beinahe-Ausrottung und andauernden
Entrechtung der Indianer sowie der Sklaverei? Die Polen, Tschechen
und Russen wegen der Vertreibung der Deutschen aus dem Sudetenland,
den polnisch besetzten Ostgebieten, den Gebieten der Wolgadeutschen,
... mit Tod von zwei bis drei Millionen (wobei da durchaus ein
Schuldbewußtsein vorhanden ist, wie die panischen Reaktionen auf
Forderungen nach Aufhebung der Benesch-Dekrete und gegen das Zentrum
gegen Vertreibung zeigen, wo offenbar ein Nerv getroffen wurde)? Die
Bürger der Ex-UdSSR wegen der Ausrottung unerwünschter
Bevökerungsschichten durch die Kommunisten (was noch am ehesten eine
vergleichbare Situation wäre)?

Nur den Deutschen hat man eingeredet, daß sie kollektiv schuldig und
verantwortlich seien. Nach meinem Kenntnisstand haben das nicht
einmal die Richter der Nürnberger Prozesse, die mittlerweile als
klassische Siegerjustiz gelten, behauptet. Das ist ein Resultat der
völkerrechtswidrigen "Umerziehung" nach dem Krieg, bei der die
Alliierten mit psychologisch genau ausgearbeiteten Methoden den
Menschen den Kollektivschuldkomplex eingeimpft haben, um das deutsche
Volk sehr viel gründlicher zu zerstören, als das mit militärischen
Mitteln möglich gewesen wäre.  

Die Kollektivschuldthese war aus Sicht der Alliierten notwendig, um
zahlreiche Kriegsverbrechen der Alliierten zu decken, deren
Aufklärung bis heute behindert wird (z. B. Opferzahlen des
Bumbenkriegs und der Rheinwiesenlager, Umfang des
völkerrechtswidrigen Raubs deutschen Know-Hows, darunter angeblich
1500 Tonnen (!) Patente und Forschungsberichte).

Die Umerziehung dauert bis heute an, weil Schulen, Universitäten und
die Presse bis heute bei durch Reste des Besatzungsrechts zur
Vermittlung eines Geschichtsbildes aus der Sicht der Sieger und die
Gerichte an die völkerrechtswidrige Siegerjustiz von Nürnberg usw.
gebunden sind (siehe z. B. Art. 139 GG; 2+4-Vertrag incl.
Zusatzprotokolle). Es werden täglich unverschämte Lügen in die Welt
gesetzt und wiederholt, die fast nie richtiggestellt werden können,
weil abweichende Meinungen praktisch nicht in die Medien gelangen.
Wer sich die Mühe macht, sich detailiertes Geschichtswissen zu
erarbeiten und zu differenzierteren oder von der "politisch
korrekten" Geschichtsschreibung abweichenden Ergebnissen kommt, was
zwangsläufig passiert, wenn man neutral an das Thema herangeht und
sich mit den Quellen, auch alliierten, statt "politisch korrekten" 
Zusammenfassungen beschäftigt, wird meistens als "Rechtsextremist"
beschimpft, mit irgendwelchen durchgeknallten Skinheadschlägern in
einen Topf geworfen und darf im "öffentlichen Leben" nicht mehr
auftreten.

Wie das funktioniert, konnte man gerade bei der "Hohmann-Affäre"
bewundern, wo Herr Hohmann die Tatsache erwähnt hat, daß ein großer
Teil der Führungsclique der Bolschewisten Juden waren (allerdings hat
er "politisch korrekt" von 30% gesprochen, nach glaubwürdigen
russischen Historikern waren es über 80%), um daraus nicht etwa zu
folgern, daß man die Juden  genauso wie die Deutschen als "Tätervolk"
bezeichnen könne, sondern daß das ebenso falsch wäre wie bei den
Deutschen. Er kam zu einem Fazit, das man nicht unbedingt teilen muß,
das aber sicher unter die Meinungsäußerungsfreiheit fällt. Daß
nämlich die Ursache der gigantischen Menschenverachtung in beiden
Fällen Gottlosigkeit gewesen sei, bei den Bolschewisten, die sich von
ihrer jüdischen Religion losgesagt hatten, genau wie bei der SS, die
sich von der christlichen losgesagt hatte.

In der Presse war dann nur zu lesen, daß er die Juden als "Tätervolk"
bezeichnet habe, was natürlich vollkommener Blödsinn ist. Aber eine
differenzierte Bretrachtung der Themen, ob Juden immer Heilige waren
und mit wieviel Berechtigung man die Deutschen als Tätervolk
bezeichnen darf, ist eben nicht gewünscht, weshalb korrupte
Netzwerke, die die Politik und Medien fast vollständig beherrschen,
einen aufrichtigen Mann "politisch ermordet" haben.

Wie so viele, der letzte davor war Möllemann.

In letzter Zeit scheint zusammen mit dem beginnenden finanziellen
Zusammenbrechen des Besatzungskonstrukts "Bundesrepublik Deutschland"
die Auflehnung gegen die Meinungsdiktatur stärker zu werden. Zum
Beispiel wären die Bombenkriegs- und Vertreibungsdebatte, so
"politisch korrekt" beschönigt sie auch geführt wurden und werden,
vor 5 Jahren unmöglich gewesen. Daher habe ich noch Hoffnung, daß
eines Tages Menschenrechte auch für Deutsche gelten werden.  

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