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  • demon driver

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Täter, Werkzeuge und Opfer

Verbrechen bleiben Verbrechen, auch wenn sie auf Befehl ausgeführt
werden, und auch wenn die Befehlsverweigerung den Tod bedeutet hätte.
Die Menschen zu 'ehren', die als Soldaten zu den Werkzeugen dieser
Verbrechen wurden - auch wenn darunter viele Unfreiwillige waren, die
man unter Berücksichtigung der Umstände durchaus als 'Opfer' des
Nationalsozialismus bezeichnen könnte - und so den Opfern ihrer
eigenen Verbrechen gleichzustellen, ist in jedem Fall pervers.

Der einzige Wehrmachtssoldat, dem eine Ehrung gebührte, wäre der
Deserteur. Anstatt den Werkzeugen der deutschen Weltkriegsverbrecher
Denkmäler zu setzen, gehörten den Deserteuren Denkmäler gesetzt. Es
gibt welche (vgl. z. B. http://gw-marburg.online-h.de/ddenkmal/),
aber angesichts des maßlosen Umfangs der erbärmlichen Heldenverehrung
des 'Volksbunds' und anderer Rechter oder gar Rechtsextremer, und vor
allem auch angesichts der stupiden Unbekümmertheit der Bevölkerung
gegenüber solchen 'Bemühungen', sind es zu wenige. Viel zu wenige.

d. d.
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