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  • hgeiss

758 Beiträge seit 06.08.2014

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Habe lange überlegt, ob ich antworten soll, denn ich bin mir nicht sicher, was du überhaupt sagen willst. Dass an meinem Beitrag etwas nicht stimmt? Dass die Menschheit nur durch Impfungen überleben kann? Habe ich nicht klar ausgedrückt, dass das ganze Leben eine Art "Impfung" ist und das Immunsystem sich an Keimen aller Art üben muss? Wäre es anders, gäbe es uns schon lange nicht mehr.

Jaja. Vor kaum mehr als 100 Jahren sind noch rund 30 Prozent der Kinder an Pocken gestorben. Dann kam die flächendeckende Impfung. ...

Das heißt, falls deine Zahlen stimmen, dass 70 Prozent der Kinder den Kampf mit den Pockenerregern erfolgreich bestanden haben. Ich vermute, dass widrige Wohn- und Lebensverhältnisse auch eine Rolle spielten, also schlechte Ernährungslage, Kinderarbeit, Krieg usw. Ein wichtiger Aspekt bei der Pockengefahr sollte auch herausgestrchen werden. Ihre Verbreitung - so las ich bei Wikipedia - war wohl auch eine Folge frühen Kolonialismus, weltweite Menschenverschiebungen, die dazu führten, dass fremde Kulturen mit ihnen unbekannten Krankheitserregern überfallen wurden und ihr Abwehrsystem keine Chance hatte sich anzupassen. Wobei wir beim heutigen Irrsinn der Globalisierung wären, die neben Krankheiten und Armut auch die Dummheiten aller Länder verbreitet und zu gefährlichen Infektionen in den Köpfen führt. Aber ich schweife ab...

Weitere 30 Prozent der Bevölkerung hat dann vor Erreichen eines biblischen Alters von 50 Jahren die Tuberkulose erlegt. Dann kam Penicilin ...

Für Tbc gilt ebenso das gerade Gesagte. Und Penicilin war bekanntlich ein Zufallsfund und es ist bis heute die einzige wirksame Waffe der Schulmedizin gegen Bakterieninfektionen geblieben. Dass diese Waffe durch inflationären Einsatz - sogar als Futterzusatz usw. - heute wegen der Resitenzen immer öfter versagt, spricht Bände über das verantwortliche Handeln und die Weitsicht der Schulmedizin.

Der Rest ist an zahlreichen anderen Krankheiten gestorben, selten mit über 70. Da hatte der Krebs kaum Zeit, große Teile der Menschheit dahinzuraffen. Nur deshalb, weil andere Krankheiten schneller waren, nicht, weil Krebs ungefährlich ist.

Da ist sicher einiges dran. Aber die durchschnittliche niedrigere Lebenserwartung dieser Zeiten geht auf die hohe Kindersterblichkeit zurück. Wenn einer 90 wird und der andere bei der Geburt stirbt, kommt halt ein Durchschnitt von 45 Jahren raus. Es sind immer einige Menschen alt geworden. Meine Urgroßväter etwa, der eine ein hart arbeitender Waldbauer, der andere Holzhauer, sind beide uralt geworden. Der eine hat 18 Kinder großgezogen, der andere 10. In Quarantäne waren sie nie und hätte man sie mit einer Maske am Atmen behindert, wären sie sicher viel früher an Verzweiflung gestorben.

Eins stimmt allerdings: DIe Körpertemperatur der Menschen lag damals deutlich höher, weil das Immunsystem stärker gefordert war. Später gestorben wurde deswegen allerdings nicht. Nur nicht noch früher.

Das mit der höheren Körpertemperatur wußte ich nicht. Ich weiß nur, dass die Schulmedizin den Körper bei der Krankheitsbekämpfung mit fiebersenkenden Mitteln behindert, was viel über ihr verfehltes Verständnis von Krankheit sagt. Im Ausgleich für diese Fehlbehandlung wird ein Rattenschwanz an weiteren Medikamentationen nötig.

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