Avatar von !THINK!
  • !THINK!

mehr als 1000 Beiträge seit 08.12.2012

Rost-BLECH oder BLECH-Rost!??

@heise

Der Autor scheint sich leider nur oberflächlich mit Geld und
Geld-Theorie beschäftigen zu wollen - Vielleicht läßt ihm die
aktuelle Lohnsituation bei Telepolis auch keine Wahl...?

Denn wenn er behauptet, daß

Um die Exportwirtschaft innerhalb des eigenen Währungsraumes aufrecht
zu erhalten wird die Währung abgewertet, um die Exporte für die
Käufer nicht übermäßig zu verteuern. Das langfristige Risiko solch
eines Abwertungswettkampfs besteht in der inflationären Entwertung
von Geldvermögen und Spareinlagen. 

So übersieht er u.a. folgendes:

- Die Schweiz gilt als sicheres Land für Kapital-Anlagen!
- Das Kapital sucht vorrangig den "SICHEREN HORT"
- geHORTETES Kapital (Kassenhaltung) ist extrem volatil und
dementsprechend währungspolitisch schlecht beherrschbar. Das Land
würde so zu einem Spielball der Investoren
- NUR langfristig INVESTIERTES Kapital ist wirklich nutz- und
Rendite-bringend! denn nur mit diesem Kapital kann Produktivität
aufgebaut und armortisiert werden.
- Der negative Zins ist aber mitnichten eine ABWERTUNG, sondern dient
im GEGENTEIL zu einer ABSICHERUNG der Währung, da er sich durch die
dabei generierten Kosten gegen die o.a. Volatilitäts-Risiken und
deren Folgen richtet. Der Neg.Zins zwingt also durch seine Kosten das
Kapital in langfristige Investitionen, die aber eben auf der anderen
Seite den Franken wiederum stabilisieren.

Würde der negative Zins weiter erhöht und auch auf das Bargeld
ausgeweitet, dann würde es zu keiner Inflation mehr kommen müssen, da
die Währung STABIL BLEIBT! ( Idee des Freigeldes von S. Gesell)

Die Inflation hingegen ist eine bisher "unbewusste" Option (die
wiwi-Eierköpfe diskutieren das bereits seit Jahren offensichtlich
unverstanden), die sich ebenso als zweckmäßig erwiesen hat um die
!Kassenhaltungskosten! SIC! (Etwas mehr Sachkunde wäre auch einem
Journalisten förderlich) real so hoch zu halten, daß ebenfalls nur
langfristig investiert und die Kassenhaltung auf ein Minimum
REDUZIERT wird! Da eine KONSTANTE Inflationsrate (wie oft von den ZB
angesagt) aber antizipiert und einkalkuliert werden kann führt dies
zwar zu einer nominalen nicht aber  REALEN Inflation bzw.
Geldentwertung! - Von einer ABWERTUNG im eigentlichen Sinne kann also
in GAR KEINER WEISE gesprochen werden!

Dadurch, daß die Schweiz als sicheres Land gilt, erhält sie
tendenziell mehr Kapital angeboten, als nötig. Würde dies sich in
einem naturgemäß höheren Wechselkurs auswirken, so würde kurzfristig
die schweizer Wirtschaft beim Export benachteiligt. Deshalb wird die
Schw.NB Franken verkaufen, wie angekündigt. Wenn es dann im Laufe von
Finanzierungen d.h. Investitionen die von Schweizer Banken ermöglicht
werden, wiederum zu Kapitalexport kommt, wird die  Schw.NB eben diese
Franken wieder aufkaufen, wenn nicht in SFr direkt finanziert wird.
Das ist u.a. tägliches Geschäft der Zentralbanken.

Eine Abwertung liegt aber in KEINEM FALL vor da die Inflation
angekündigt ist und jeder statt sein Geldvermögen in Spareinlagen
auch in anderen sicheren und inflationsneutralen Papieren anlegen
kann!

Es ist bedauerlich, daß der Autor für diesmal offensichtlich der
Schein-Argumentation der internationalen Finanzmafia auf den Leim
gegangen ist und diversen Termini teilweise völlig durcheinander
geworfen hat.

für weitere Infos s.a.

www.geldreform.de
www.sffo.de

th


Bewerten
- +
Anzeige