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mehr als 1000 Beiträge seit 29.12.2000

Provokant: Schule ist Scheiße.....Part 1

oder etwas besser ausgedrückt einiges an den diversen Schulformen ist
beschissen.....

vgl. 
[...]Die Schule schafft es aufgrund ihrer Systematik, ihrer
 Lehrpläne, ihrer Didaktik und schon aufgrund der Mängel in der
 Lehrerausbildung nicht, bei den Schülern Leidenschaft für Inhalte zu
 wecken, von realem Interesse ganz zu schweigen. Daher wird für die
 jeweils nächste Klausur lebloser Stoff ins Kurzzeitgedächtnis
 geschaufelt und hinterher rasch wieder gelöscht. Eine gebildete
 Gesellschaft kann so gar nicht entstehen, es ist unmöglich. Fatal
 zudem die Message an die Schüler, die sie schon in den ersten
 Schuljahren verinnerlichen: Mit stumpfem Auswendiglernen komme ich
in
 diesem System ans Ziel. Das kann und darf nicht Sinn der Sache sein,
 doch es wurde von den Kultusministern zuletzt nicht nur zementiert,
 sondern sogar noch verschlimmert.
 [...]

 und hinter die Ohren schreiben wäre dieses Zitat....einigen
 Flachpfeifen, die bestimmen was und wie in Schulen gelehrt wird.....

 Beispiele gefällig?

 a) Ist zwar schon länger her, da zu dem Zeitpunkt ein Herr Zehetmair
 Kultusminister war, der aber in einem Fach eine zusätzliche
 Schulaufgabe mit den Worten "damit können die Schüler dann besser
 eventuelle schlechte Noten ausgleichen" einführte...der nette
 Nebeneffekt war dann in der Kinder- und Jugendarbeit, speziell die
 Pfadfinderei zu beobachten, wo es dann immer öfter von Kids hieß,
 sorry kann nicht am Wochenende muss für die Schulaufgabe lernen....
 super spitzen klasse weil in der Schule ja soviel soziale Kompetenz
 vermittelt wird.....

 b) Wenn wir Sommerlager hatten und wir mit dem Ritalin der Kinder
 fast das Lager finanzieren hätten können (sofern wir es vertickt
 hätten (was wir natürlich nicht haben <-- Erläuterung für
 Nichtverstehenwollende)) und uns die Drogen mit den Worten "die
 Lehrerin meinte das (die Verschreibung von Ritalin) wäre nötig)
 überreicht wurden, Frage ich mich was dieser Schulzirkus soll, der
 verlangt das Kinder regelmäßig mit Drogen vollgestopft werden. Okay,
 ich bin was Drogen (legale als auch illegale) angeht kein
 Kostverächter, nur würde ich in der gleichen Intensität wie diese
 Kids Ritalin nehmen, dann hätte ich nach einiger Zeit wahrscheinlich
 enorme Probleme.....und mir kann keiner Weismachen, dass diese
 Ritalinzeit in der Gehrinstruktur (sprich der Verschaltung,
 Verknüpfung usw.) gerade bei Personen deren Hirn noch in der
 Entwicklung ist keine Änderungen verursacht oder sollte man da
 vielleicht gar von Schäden sprechen?
 Was ist das für eine Schulform die zu solchen Auswüchsen führt?

 c) und das bei der Schulform durch die stupide Auswendiglernerei die
 Kreativität auf der Strecke bleibt, ist der andere Fakt.....

 d) wer mal Kindern Experimente vorgeführt hat, weiß wie schnell die
 sich begeistern lassen und wer dann dafür sorgt dass die selber
 anfangen zu experimentieren bekommt mit welche Ideen die da
 entwickeln.....und da macht es nichts dass mitunter die Ideen bzw.
 die Erkenntnisse schon bekannt sind, denn was ist bitte denn unter
 "Wissenschaft und Forschung" im ursprünglichen Sinn zu verstehen?
 Wissenschaft = "Etwas was Wissen schafft" und wenn die Person X
 dieses Wissen vorher nicht hatte, dann hat sie durch das
 experimentieren für sich persönlich Wissen geschaffen und da ist es
 meiner Meinung nach völlig egal ob man dieses Wissen nachlesen, es
 schon mal entdeckt wurde oder gar was neues ist. 
 Etwas was sich Behördenflachwichser hinter die Ohren schreiben
 sollten, wenn sie wieder mal gesetzliche Einschränkungen z.B. bei
dem
 Erwerb von Chemikalien beschließen...wie z.B. das Abgabeverbot von
 Borax an Privatpersonen....

 e)  Eine "gebildete Gesellschaft" heißt auch, dass die Personen die
 Gebildet sind selbst Denken, selbst Schlüsse ziehen und wie es so
 schön heißt "Innovativ" sein können. Etwas was zum Land der Dichter
 und Denker passt und am Ende der Gesellschaft als Ganzes wieder zu
 gute kommt....nur ist das ganze Schulsystem drauf ausgelegt diese
 Potential was eigentlich jeder hat zu vernichten....und zusammen mit
 Blöd-TV ist man da auf den besten Wege den
 Super-Konsumenten-Arbeitssklaven der keine Fragen stellt zu züchten,
 wo kämen wir ja dahin wenn der gemeine Bürger den Maßstab seiner
 beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anlegt vgl.
> http://de.wikiquote.org/wiki/Gustav_von_Rochow
 Das ziemt sich nicht......denn da kann man nicht mehr durchregieren
 und nicht mehr mit "alternativlos" punkten.....
[...]
aus

http://www.heise.de/tp/foren/S-OT-Zum-Einrahmen/forum-226003/msg-21678817/read/


f) Wie im Posting 
http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Sorry-Einspruch/forum-238893/msg-22499911/read/
schon angedeutet, sinkt die Breitschaft sich mit einem Fach zu
beschäftigen, wenn es einem nicht zusagt enorm. D.h. eine Schule die
dafür sorgt, dass Schülern zwar ein Grundstock beigebracht wird, dann
aber umschwenkt so dass die Schüler ihre Neigungen ausleben können
ist in meinen Augen erfolgreicher als eine Regelschule wo alles rein
gepaukt wird. Okay, da wird Manches auf der Strecke bleiben, weil
Schüler xyz kein Interesse an Fach xyz hat.....das mag sein, nur
meiner eigenen nicht repräsentativen Erfahrung nach, ist man bereit
sich dieses Wissen anzueignen, sobald man feststellt, dass man dieses
Wissen auch braucht, allerdings nicht so allgemein, wie es so ein
"Zwangsfach" unterrichten würde.

g) Behufs "Grundstock an Wissen" unser Geschichtslehrer meinte z.B.
damals in Geschichte so einige Daten (z.B. 1618 Beginn des
Dreißigjährigen Krieges usw.) gehöre zum Allgemeinwissen. Hier bin
ich der Meinung dass dies inzwischen ein eindeutiges "Jein" ist, was
langsam aber sicher zu einem Nein mutieren wird. Begründung dafür ist
u.a. das Medium in dem wir uns hier befinden....und dem Aufkommen von
Tablet Computern, Smartphones usw. 
Ich wage die Prognose, dass sich die Inhalte des Lernens massivst
verändern werden und zwar weg von den den Inhalten wie z.B.
Geschichtsdaten zu "Wie finde ich im Internet und Co. die relevanten
Informationen" und "Wie wende ich dieses Wissen dann an.", denn was
früher nicht möglich war, eine ganze Bibliothek mitzuschleppen
und/oder in Echtzeit auf den Wissenspool des Internets zuzugreifen
ist inzwischen möglich geworden bzw. dürfte noch ausgebaut werden. 
D.h. bestimmte Formen des Wissens sind nicht mehr so nötig....

h) Nachtrag zu Punkt b): 
Wie in der Abschlussfrage bei dem Punkt schon gefragt, was ist das
für eine Schulform die zu solchen Auswüchsen führt? Kann es sein,
dass jeder Mensch zum einen ein individuelles Lerntempo hat und zum
anderen auch die Methode wie er lernt verschieden ist? Braucht z.B.
so ein ADHS-Kind eine andere Lernmethode, -tempo? Sei es das es
zwischen den Lernabschnitten Bewegung, sich auspowern braucht oder es
beim Lernen eher etwas handfestes begreifen, anfassen muss?
Ein Lernen, was auch mit einer eher individuellen Betreuung
einhergeht (ja okay, sehr personalintensiv bzw. wurde früher von den
Eltern und Verwandtschaft erledigt)....kann es dass diese
alternativen Schulformen sich da besser auf die individuellen
Unterschiede einstellen, während die konventionelle Schule da eher in
Richtung "Another Brick in the Wall" zugeht? Hier im Sommerhort
hatten wir zwei Mädels die beide 5.5 Jahre alt waren und inzwischen
beide die Schulbank drücken dürfen oder gar eher müssen. Während eine
schon sehr Taff und Selbstständig war, war das bei der anderen noch
nicht der Fall. Nur was wird bei der letzteren passieren, wenn diese
"in das kalte Wasser" der Schule geworfen wird? Wie groß ist da die
Chance, dass die die Schule mit "ist etwas Negatives" verbinden wird?
Klar kann man nun wieder einwerfen es gibt die Möglichkeit ein Kind
zurückzustellen nur 
1.
> http://www.schulrecht.pro/zurueckstellung-schule-zurueckstellung-schulbesuch-2011-2012.html
ferner
> http://www.bildungspolitik-schulpolitik.de/einschulung-vorzeitige-einschulung-zurueckstellung-schule.html
2.
> http://www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/bayern/schullaufbahnberatung/schullaufbahnen/grundschule/index_05273.asp
Sorry...ich habe da meine Zweifel ob maximal ein Jahr ausreicht um da
ÜBERALL auf den nötigen Stand zu kommen...d.h. es ist in meinen Augen
ein totaler Bullshit einfach mal 6 Jahre festzulegen wo dann die
Schullaufbahn beginnen muss, ein fließender Übergang wäre da meiner
Ansicht nach besser und auch 10 Jährige können teilweise noch sehr
verspielt sein (Erwachsene inklusive vgl.

http://www.heise.de/tp/foren/S-Re-Meine-Tochter-mein-Nachbar-und-ich/forum-203135/msg-20373747/read/
) was auch wieder bedeutet, dass die Form des Lernens ein Andere sein
sollte.

i) Nachtrag zu Punkt a):
Auswüchse von diesem Scheiß ist z.B. das G8....und wie ich in einem
Forum mal angemerkt habe führt der Schulstress u.U. auch bei Schülern
zum Gebrauch von Drogen um den Stress schnell abbauen zu können. Der
Gedanke kam auf, als eine Mutter bei der Einführung des G8 meinte,
nun kommt ihr Sohn der ein begeisterter Hobbyangler war nicht mehr
zum Angeln, weil er sein Pensum an Hausaufgaben erledigen
muss....mein Kommentar dazu war.....kein Wunder dass dann solche
Menschen u.U. auch in jungen Jahren zu Cannabis und Co. greifen, wenn
dafür gesorgt wird, dass sie ihre ursprünglichen Hobbies (=
Entspannung) nicht mehr ausüben können.
Vom Druck und Zwist der durch den Mist in die Familienreste
hineingebracht wird mal ganz zu schweigen.....

Fortsetzung folgt...

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