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  • hgeiss

489 Beiträge seit 06.08.2014

Fragment

Peter Bürger schreibt:

„Kriege werden von "Eliten" (nie von Landesbevölkerungen!) aus vielen Gründen geführt.“

Die Bildung von Nationen sind das Ergebnis der Interessen genau jener Eliten, die diese Zentralisierung brauchen, um Menschen (die nie dazu gefragt wurden) unter einer Fahne zu versammeln, zu instrumentalisieren und gegen ihre Interessen zu missbrauchen. Schon lange wird der Zirkel weiter geschlagen und die Nationen werden zusammengefasst und weiter zentralisiert und nun die Nationen für die Interessen der Eliten missbraucht. Räuber mögen weder Schutzzäune noch Landesgrenzen, alles was ihre Räuberei behindert, wird unerbittlich bekämpft.

Um diese international tätigen Räuber zu kontrollieren hat man – so haben wir es gelernt - internationale Organisationen geschaffen, und es scheint ja auch folgerichtig zu sein. Auch ich habe lange von einer starken UN geträumt, die als einzige Kriegswaffen besitzen und als Weltpolizist einschreitet, wenn es irgendwo nötig ist. Doch wie die Idee von internationaler Solidarität sind diese Ideen Schimären geblieben und längst zu Bühnen verkommen, auf denen nach dem Libretto der Eliten gespielt wird. Die grenzenlose Welt, die nur die grenzenlose Räuberei förderte ist ein gescheitertes Werkzeug, nur noch Träumer, die den Kopf über den Wolken tragen, haben das noch nicht begriffen. Sozialsysteme etwa funktionieren nur in begrenzten Räumen. Erst wenn sich diese begrenzten Räume einmal angeglichen haben und überall gleicher „Wasserstand“ herrscht, dürfen unbeschadet die Schleusentore geöffnet werden. Bis es soweit ist, sind Begrenzungen erst einmal Einfriedungen und jeder, der ihre restlose Beseitigung fordert ist ein Narr oder Schlimmeres.

Eine Analogie aus der Bienzucht: Will ein Imker zwei Völker zu einem großen vereinigen, ohne dass sie sich gegenseitig abstechen, muss er sie zuvor mit einem Duftstoff besprühen, damit sie nicht mehr wissen, wer wohin gehört. Amerikanische Großimker – natürlich, wie kann es anders sein – haben da eine brutalere Methode. Sie öffnen in einem Plastikzelt die Bienenbeuten und die Bienen fliegen nach dem Licht und sammeln sich als dicker Belag an der Decke. Währenddessen „stehlen“ die Imker den Völkern den gesammelten Honig. Dann schöpfen sie die durcheinandergewirbelten Bienenmassen mit Eimern vom Plafond des Zeltes und schütten sie in die neuen leeren Bienenkästen. Die Bienen, die dabei auf der Strecke bleiben, werden halt als Schwund verbucht.

Wer nun glaubt ähnliches könnte auch bei Menschen etwa durch Chaos und Kriege funktionieren, der wird nur eines bekommen, immer neues Chaos und Kriege.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (15.04.2017 01:06).

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