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  • m.zimmer

303 Beiträge seit 05.11.2015

Bessere Wissenschaft? Gerne, dann bezahlt höhere Steuern.

Der Titel ist tendenziös und macht den Eindruck man könnte der wissenschaftlichen Forschung und den Erkenntnissen nicht grundsätzlich trauen. Das wird natürlich erst am Ende des Artikel dargestellt, dass das nicht so ist.

Der eigentliche Inhalt des Beitrages sind systematische und ökonomische Sachzwänge, die es sicherlich gibt die uns vom Idealzustand abhalten.

Für mich ergeben sich daraus drei Handlungsmöglichkeiten:
* Eine bessere Finanzierung des Wissenschaftsbetriebes. Dann aber bitte nicht über noch mehr höhere Steuern klagen. Man kann nicht gleichzeitig geizen und dann über die prekäre Situation klagen.
* Eine bessere Bildungspolitik. Ist im Prinzip der Überbegriff des ersten Punktes. Da gibt es bestimmt viele gute Ideen, die noch umgesetzt werden könnten. Aber ist halt Politik. Kann man schön Jahrzehnte warten bis etwas umgesetzt wird.
* Lösungen zur Abschaffung systematischer Zwänge aufgrund kommerzieller Mitspieler im Wissenschaftbetrieb wie zum Beispiel Verlage. Da wird es sicherllich auch schon Ideen geben, die teilwese schon umgesetzt werden (OpenAccess?). Eigentlich muss man diese Verlage nicht durchfüttern.

Andere Punkte im Artikel halte ich nach kurzer Überlegung für ziemlichen Quatsch. Es ist natürlich offensichtlich, dass es sehr nützlich ist, wenn man sich auf eine Sprache in der Wissenschaft einigt. Und Englisch ist da die beste Wahl. Oder wieso sollte der Chinese, der US-Amerikaner oder wer auch immer deine Forschung nicht auf einfache Weise evaluieren dürfen und darauf aufbauen, nur weil du als ganz stolzer Patriot alles auf deutsch schreiben möchtest?

Beste Grüße,
Zimmermann

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