Avatar von cassiel
  • cassiel

mehr als 1000 Beiträge seit 21.09.2001

Alles nicht so einfach

Also ohne grundlegende hirnphysiologische Kenntnisse kann man mMn das ganze überhaupt nicht einordnen, geschweigedenn eigene Schlüsse ziehen. Vor allem muss man auch verstehen welchen biologischen Sinn das Ganze machen soll. Im Speziellen sollte man verstehen was der Hippocampus überhaupt so macht und welchen Einflüssen er im Lauf des Lebens ausgesetzt ist. Sehr wichtig (aber nicht nur) ist dabei seine Roll bei der Stressregulation in der HPA-Axis, wo er zugleich eine stressdämpfende Wirkung hat, aber durch Stress selbst in Mitleidenschaft gezogen wird. Daraus ergibt sich schon der ganz profane Grund für eine Neuronenneubildung im Hippocampus, schlicht um dessen Funktionsfähigkeit zu erhalten. Was passiert wenn es zu einer irreversiblen Degradation des Hippocampus kommt kann man an Alzheimer- und Demenz-Patienten sehen. Andererseits ist es auch schon erstaunlich, dass man bei einer über 100-jährigen, geistig total fitten Äbtissin, die also noch keinerlei neurologische Ausfallerscheinungen zeigte, nach deren Tod feststellte, dass das Gehirn voller Alzheimer war. Es gibt da also wohl auch eine besondere qualitative Note oder um ein Bild zu bemühen: von der nächsten Düne ist es ein kurzer Weg bis ans Meer. Wer dagegen vom Mt.Everest absteigt, der kann lange absteigen bis er am Meer ist.

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