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  • tomk

816 Beiträge seit 13.12.2001

Fairness und Gesundheit

Hi,

das Ganze auf Fairness aufbauen, ist nur der eine Teil der Münze. Wie
schon in einem anderen Posting angemerkt: das Ganze nur auf die
Bemühungen des Einzelnen zu konzentrieren, ist falsch. Es gehört -
natürlich - auch Begabung und Talent dazu. Etwas, das nun nichts mit
Fairness zu tun hat. Eher mit Schicksal oder Shit happens. Wobei
Talent oder Begabung ALLEIN auch nicht wirklich etwas bringt, nur im
Zusammenhang mit Bemühung!

Aber ein anderer Aspekt ist für meine Begriffe viel drastischer: die
Gesundheit, die damit auf's Spiel gesetzt wird! Nun hat sicher jeder
das Recht, sich seine eigene Gesundheit so zu verhunzen, wie er das
gerne hätte - siehe Rauchen. ;-) Und mittlerweile sollte sogar der
letzte Depp wissen, das Rauchen keinesfalls die Gesundheit fördert.

Bei Doping und den entsprechenden Mitteln gibt es da (zumindest in
den Medien) eine starke Verharmlosung. Dabei haben die unerwünschten
Nebenwirkungen schon so manchen "Sportler" um die Ecke gebracht!
Vermutlich ist es bei den Aktiven meist auch so, das sie den
Behauptungen (!) der Trainer und Ärzte, es sei alles ungefährlich,
wenn es kontrolliert verwendet würde, glauben schenken. Nun ja, was
sollten sie auch anderes tun. Dummerweise können sie ja hinterher
nicht ihren Trainer oder Arzt verklagen, wenn's anders läuft.
Außerdem, auch wie schon angesprochen, werden die Kosten, die dann
daraus entstehen, einfach per Krankenkasse kurzerhand sozialisiert!
Einer gewinnt, alle zahlen! (wobei der, der gewinnt, nicht unbedingt
der Sportler ist!)

Mein Vorschlag: Dopingkontrollen weitermachen, wenn gedopt,
registrieren! Wenn derjenige dann erkrankt, ist er sämtlicher
Unterstützung durch Sozialnetzwerke und Krankenkasse verlustig - muß
also die Kosten selbst tragen. Und - jetzt bin ich ganz vies - wenn
er nach zwei Dritteln seines Lebens qualvoll den Bach runtergeht,
dann soll das richtig im Hochglanzformat in den Medien sein.
Glanzvoll im Gewinnen, glanzvoll in den Tod. Wenn das einige Male so
gelaufen ist, wird sich das Thema Doping recht schnell reduzieren.
Ganz sicher nicht aufhören, aber so weit verringern, das es nicht
diese gesellschaftliche Relevanz bekommt, die es heute hat -
inclusive der Message durch die Medien: Doping, kein Problem! Dope
nur feste, dann biste der Beste!

Schönen Tag noch,
Thomas

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