Avatar von Selenokhod

mehr als 1000 Beiträge seit 11.10.2015

Warum nicht mit Greenpeace über sozial verträglichen Klimaschutz sprechen

Die Seenotretter vor der afrikanischen Küste betrachten sich als humanitäre Aktivisten. Letzteres sind sie auch. Zum Aktivismus gehören immer auch eine gehörige Portion Radikalität und Narzissmus. Beides blendet mittelbare Folgen des Handelns aus. Ich kann auch schlecht mit einem Greenpeacevertreter über sozial vertägliche Energiepreise sprechen. Solche Überlegungen sind für Sie oder Ihn völlig gegenstandslos.
Seenotretter wollen die mittelbaren Folgen ihres Handelns für die europäischen Gesellschaften nicht sehen. Letztlich hat sie das genau in die Situation gebracht, in der sie heute sind. Nun verstehen sie die Welt nicht mehr (den Eindruck kann man zumindest aus einigen Interviews gewinnen). Deshalb braucht man IMHO von ihnen keine Lösung zu erwarten...bestenfalls kann man sie in eine solche einbinden. Zynischerweise verschafft genau die heutige Situation den Aktivisten ihre beiden Grundnahrungsmittel: Öffentliche Aufmerksamkeit und damit Spendengelder.
Wie eine solche Lösung aussehen kann, wurde schon hinreichend (auch von EU-Vertretern) angesprochen:
-Sterben lassen ist keine Alternative
-Es müssen sichere Aufnahmeeinrichtungen auf afrikanischer Seite geschaffen werden, die grundlegende Bedürfnisse decken. Das wird teuer und aufwendig. Asylanträge sind dort möglich und können auch dort geprüft werden.
-Es muss massiv Aufklärung in den Herkunftsregionen gemacht werden (vergleichsweise günstig)
-Die Situation in den Herkunftsregionen muss langfristig verbessert werden (da gibt es sogar kleine Stellschrauben wie der unsägliche Wehrdienst in Eritrea)

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