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  • Bitschnipser

mehr als 1000 Beiträge seit 14.01.2016

Ich glaube, der Wirtschaftsredakteur hat einfach das Wort verwechselt

Er hat "medianes Einkommen" gelesen und "mitteleres einkommen"
angenommen. Wenn man in Hektik irgendwelche Papiere auf der Suche
nach artikelrelevanten Daten überfliegt, liest man "m...kommen" und
müsste eigentlich ein zweites Mal GANZ GENAU lesen, dass da "Median"
steht und nicht "Mittel".
Und selbst wenn man "Median" liest: Ist es keine Fachveröffentlichung
eines Statistikers, nimmt man unterbewusst schnell an, dass der Autor
der Studie diesen Unterschied nicht kennt und "Mittelwert" gemeint
hat, wo der "Median" schreibt. Das erklärende Eingangskapitel
überblättert der Herr Wirtschaftsredakteur, er hat ja noch 50 andere
Studien zu lesen.

Es gibt noch einen Punkt, der einen vom Median abbringt, GERADE wenn
man statistisches Hintergrundwissen hat: Man fängt mit der Anzahl
Menschen in einer Gruppe an und schaltet dann unauffällig auf einen
Prozentabzug von einer Gehaltshöhe um.
Der Median liegt als Konzept einfach quer zu all den anderen
Kennzahlen, die in der Statistik üblich sind.

Gegen diese Verwirrung wohl nur ein Leserbrief. Oder eben eine
Gegendarstellung wie dieser Artikel.

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