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  • willfried

38 Beiträge seit 27.05.2016

Sinn?

Der Einsatz von großen Drohnen ist generell nur in asymmetrischen Kriegen möglich, die im allgemeinen (Mali, Afghanistan) völkerrechtswidrig sind (keine UN-Beschluß, kein Hilfsersuchen des jeweiligen Staates nach einem Angriff).
Dem Schutz unserer Soldaten wäre mehr gedient sie einfach zu hause zu lassen . . . und die Bundeswehr besser zur direkten Landesverteidigung auszurüsten. Das Geld für diese Programme könnte sie dort gut gebrauchen - zusätzlich zu den eingesparten Milliarden für alle zivilen Berater (die man aus dem Verteidigungsministerium hinausschmeißen sollte) – ein BWL-Abschluß ist das letzte, was fachliche Beratung in militärischen Belangen braucht. Priorität hat der Einsatznutzen, vor den Kosten.

Bei symmetrischer Kriegsführung sollte es jedem Gegner, bei einigermaßen funktionierender Luftabwehr /-verteidigung, leicht möglich sein, die Nutzung großer Drohnen zu unterbinden. Je höher sie fliegen, um so besser zu treffen sind sie. Beim einem Bestand von wenigen Stück würde so die Aufklärungstätigkeit „zum Schutz der Truppe“ schnell zusammen brechen. Sprich der Ansatz ist Schwachsinn!
Wenn doch die Russen die neuen Bösen sind, sind Einsatzszenarien solcher großen und mittelgroßen Drohnen reine Realitätsverweigerung. Schon der zukünftige Einsatz der AWACS-Flugzeuge zu Erlangung einer Lufthoheit ist aus heutiger Sicht eher fragwürdig, da es schon Ende der achtziger Jahre Mittel gab, diesen zu unterbinden (z.B. MiG-31) – das könnte die behutsame Modernisierungsbestrebungen hier erklären.
Nachhaltige Aufklärung kann hier eher mit Klein- und Kleinstdrohnen ggf. in Schwärmen (operativ) oder von neuartigen tief und schnell fliegenden Stealthdrohnen (taktisch), und Satelliten (strategisch) durchgeführt werden.
So hat dieses Beschaffungsprogramm nur einen Sinn: Es sollen Rüstungsaufträge generiert werden, die einfach nur die Bundeskasse plündern. Steuergeld zu Privatgeld.

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