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  • cassiel

mehr als 1000 Beiträge seit 21.09.2001

Die Probleme beim BEV sind noch am geringsten

vor allem wenn man die im Artikel nicht erwähnten Defizite der Antriebsalternativen beim Wirkungsgrad einbezieht, der - so die Energie aus Ökostrom stammt - noch mal um so schlechter ausfällt, da dieser zuerst in Wasserstoff und dann ggf. noch mal in Methan oder eFuel umgewandelt werden muss, immer mit hohen Verlusten. Und wenn man dem dann noch den bisherigen bescheidenen Anteil von Ökostrom am Gesamtenergieverbrauch gegenüber stellt, werden solche Ansinnen vollkommen absurd.
Dagegen sind die ohne Zweifel vorhandenen Probleme beim reinen BEV geradezu lächerlich klein, vor allem, weil hier die Effizienz stimmt und damit der laufende Betrieb wesentlich besser skaliert als alles andere. Und in der Batterietechnik ist noch Potential in der Entwicklung, was (fossiler) Energieverbrauch, Speicherdichte, Preis und Sicherheit betrifft.

Aber man muss natürlich auch klar sehen: die Millionen Verbrenner-Autos und sonstigen Verbrennungsmaschinen 1:1 durch BEVs zu ersetzen wird uns das Klima nicht retten. Dazu sind Autos und unser westlicher Lebensstil generell zu verschwenderisch und hängt die kapitalistische Wirtschaft zu sehr am Wachstumsdogma. Gesamtgesellschaftlich gesehen kennen wir kein Zurücknehmen unserer Luxusansprüche und Fortschrittsglauben: höher, schneller, weiter, größer, schwerer, bequemer und vor allem: mehr, mehr, mehr, mehr, mehr.
Und dazu hat sich die korrupte Politik spätestens in den letzten 30 Jahren zu viel Zeit gelassen bzw. ihre Amigos gepampert, dass immer weniger Zeit zum umsteuern bleibt und inzwischen praktisch nur noch radikale Schritte und Schnitte etwas bringen. Und wir haben sie gewähren lassen und tun es immer noch. Und wir haben uns von dem was uns als Wohlstand angepriesen wurde, verführen lassen.

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