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  • hgeiss

mehr als 1000 Beiträge seit 06.08.2014

Ohne Auto geht es nicht, doch das "Mitnahmeverhalten" muss sich ändern

Als ich vor 50 Jahren ein paar Jahre in Berlin lebte, habe ich auch meinen alten Käfer verschrottet, denn U-und S-Bahnen und Busverbindungen waren allgegenwärtig. Mit dem Auto täglich von Kreuzberg nach Charlottenburg hätte auf der Straße zudem den vielfachen Zeitaufwand erfordert, als mit der U-Bahn. (Damals kostete eine Fahrt -ohne Kilometerbeschränkung noch fünfzig Pfennige und "Umsteiger" etwa auf den Bus, siebzig...)

Auch heute wird es, von den Preisen und den Coronaschikanen abgesehen, wohl noch ähnlich sein. So sind es großstädtische Politträumer, die meinen überall gäbe ein öffentliches Nahverkehrsnetz, wie in ihrer, vom flachen Land subventionierten Takatukatown. Einige ihrer Irrsten haben schon vor Jahren gefordert, das flache Land zu entvölkern und alle in Massenmenschenhaltung in den Ballungszentren zu bringen, damit sie auch in den Genuss der überfüllten Züge kommen.

Auf dem flachen Land, ich vermute nicht nur wie bei uns in Niederbayern, ist oft überhaupt kein öffentlicher Nahverkehr vorhanden, vom zweimaligen Anfahren des Schulbusses abgesehen, der natürlich am Wochenende total ausfällt. Kurz: Es gibt keine öffentlichen Verkehrsangebote!

Auch die Grünen und Sozis begnügen sich damit, auf den wenigen vorhandenen Nebenstrecken den Stundentakt einzufordern, auch wenn die Züge leer bleiben, weil aus der Fläche kein Nachschub kommt. und durch viele unbeschrankte Bahnübergänge die Bahn zu einem dauertrötendem Monster wird. Wie gewohnt, die reine Augenwischerei. Vielleicht ignorieren sie deswegen die Menschen auf dem Land, weil sie ihre Wähler in den Takatukazentren haben. Vielleicht sind sie aber auch einfach nur blind wie Maulwürfe.

Ohne das Auto ist die Fläche auch nicht zu versorgen. Spritsparende Lösungen können nur in mehr Gemeinsinn liegen, in dem man sich gegenseitig mitnimmt.

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