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Heuchelei

Der Einwand einiger Ärzte und Psychotherapeuten gegen die Diagnosenweitergabe ist reine Heuchelei. Bei GKV- und PKV-Patienten sind die meisten Leistungen nur bei Angabe bestimmter Diagnose abrechenbar. Je mehr „Diagnosen“ gestellt werden, desto mehr Leistungen können abgerechnet werden und desto unwahrscheinlicher werden Plausibilitätsprüfungen. Dies gilt sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Multimorbidität ist in manchen Fällen schlichtweg Voraussetzung für bestimmte Abrechnungsziffern bzw. Steigerungsfaktoren.

Den Patienten ist in der Regel nicht bewusst, dass alle ihre Diagnose viermal im Jahr (GKV) bzw. mit jeder Rechnungseinreichung (PKV) sowie mit jeder Krankmeldung ihrer Krankenkasse bzw. Krankenversicherung mitgeteilt werden.

Andere Versicherungen (Krankenzusatzversicherungen, BU-Versicherungen, etc. werden vor Abschluss immer über alle bisherigen Diagnosen informiert, d.h. der Burn-out von vor zehn Jahren ist der K.O. von morgen.

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