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  • Michael Logies

mehr als 1000 Beiträge seit 21.01.2001

Geht es um taktische oder strategische Atomwaffen?

Leider wird im Interview nicht klar, ob es um eine Drohung mit
taktischen oder strategischen Atomwaffen durch Putin geht.

In den USA gibt es Planspiele zum Regime Change in Rußland, die
Ukraine war ein Schritt auf dem Weg dorthin (s. die Artikel von
Mearsheimer in Foreign Affairs 2014). Wenn Putin nochmals klar
gemacht haben sollte, daß Rußland als gegenüber der NATO
militärischer Schwächerer im konventionellen Angriffsfall mit allen
verfügbaren Mitteln gegen die NATO halten wird und daran erinnert
haben sollte, daß taktische Atomwaffen seit Jahrzehnten Bestandteil
der russischen Militärstrategie auch zur Abwehr eines konventionellen
Angriffs sind, scheint mir das nicht vorwerfbar. Hier mehr zu den
russischen, taktischen Atomwaffen:

http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Atomwaffen/zagorski.html
Taktische Atomwaffen – keine Abrüstungsverhandlungen in Sicht
Ein Interview mit Prof. Andrei Zagorski in der NDR-Sendereihe
"Streitkräfte und Strategien" *

Andreas Flocken (Moderator der Sendung):
Nach der Ratifizierung des neuen START-Vertrages über strategischen
Waffen sind inzwischen die Nuklearsysteme kürzerer Reichweite ins
Blickfeld gerückt. Bei diesen taktischen Atomwaffen gibt es ein
Ungleichgewicht zugunsten Russlands. Daher hat der US-Senat Präsident
Obama aufgefordert, dies durch Verhandlungen zu ändern. Doch ist
Moskau dazu bereit? Darüber habe ich mit Andrei Zagorski gesprochen.
Er arbeitet an der Akademie der Wissenschaften in Moskau. Vor einigen
Wochen hat der Rüstungskenner eine Studie über die taktischen
Atomwaffen in Russland veröffentlicht. Ich habe Andrei Zagorski
zunächst gefragt, wie viele taktische Atomwaffen Russland zurzeit
besitzt: 
(...)


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