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  • BelloSorgeviel

49 Beiträge seit 28.03.2016

der gemeinsame Nenner von Trump und Bernie

Trump ist natürlich der Teufel, weiss man ja, steht ja in allen Zeitungen, quasi Bush mit schlechterem Toupet.
Bernie ist gütig und weise, ein Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, aber Hillary ist nunmal der berechtigte Champ alles Guten und sollte gewinnen- schon alleine weil Frau.

So weit, so gut gelogen.

Fakt: Trump wäre fabelhaft für Europa und radikal ist er auch nicht bis auf eine einzige Sache (siehe unten)- im Gegenteil, the Donald ist anti-Imperium, pro-Mittelschicht, nur seicht christlich im Gegensatz zu Radikalinskis wie Cruz.

Bernie wiederum ist nett ausgedrückt ein für Amis radikaler, kopfloser Linker der niemals gewählt werden würde und dem die Super-Delegierten schlicht die kalte Schulter zeigen.
Das die Presse hierzulande den schönen Schein einer demokratischen Wahl bei den Democrats überhaupt wahren, lässt mal wieder tief blicken.
Fakt: Bernie hat keine Chance, er wird niemals Kandidat!

Natürlich mag man den netten, wirren Greis hier weil er eben ein vertrauteres, linkes Gegenbild abgibt.

Tut er das aber wirklich?

Trumps Alleinstellungsmerkmal ist seine harte Linie hinsichtlich illegaler Migration.
Alles andere ist alles andere als hart republikanisch.
(Das drucken die Medien hier natürlich nicht, dafür gibts andere Wahrheiten wie gedruckt.
Zum Beispiel die Suggestion, Trump sei religiöser Hardliner auf dem aktuellen Spiegel Cover, eine neues Highlight der Desinformation)

Was sagt der nette Bernie denn hierzu:

"Open borders? No, that's a Koch brothers proposal. [...]That's a right-wing proposal, which says essentially there is no United States. ...
[...] It would make everybody in America poorer —you're doing away with the concept of a nation state, and I don't think there's any country in the world that believes in that.
If you believe in a nation state or in a country called the United States or UK or Denmark or any other country, you have an obligation in my view to do everything we can to help poor people.
What right-wing people in this country would love is an open-border policy. Bring in all kinds of people, work for $2 or $3 an hour, that would be great for them. I don't believe in that.
I think we have to raise wages in this country, I think we have to do everything we can to create millions of jobs.[...]
I think from a moral responsibility we've got to work with the rest of the industrialized world to address the problems of international poverty, but you don't do that by making people in this country even poorer."

(Ich übersetze es gern falls Bedarf angemeldet wird)

Mit anderen Worten:
Trump ist am extremen linken Rand der Republikaner aufzufinden.
Er hat als einziger Kandidat keine Verbindungen zu Bankeneliten und Lobbies. Immigrationspolitisch deckt er sich stark mit Bernie Sanders.

Das ist schon ein anderes Bild, nicht wahr?

Warum die Medien geeintgeschaltet gegen Trump ziehen, mag ein Jeder sich selber überlegen.

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