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  • notting

mehr als 1000 Beiträge seit 01.06.2004

An ein paar Stellen schlechter Artikel

- In der c't sind immer wieder Artikel wie man Android-Smartphones Google-frei bekommt. Wer die Facebook-App & Co. installiert ist selber schuld. Bzw. empfehle generell ein offizielles Google-Gerät bzw. Android-One-Geräte. Dann kriegt man auch rel. lang und zügig Updates und keine Bloatware.
- "Nein, die 'Intelligenz' liegt auf den Servern der Hersteller. Dass dazu das Mikrofon eingeschaltet sein und alles was gesprochen wird, an diese Server gesendet werden muss, ist vermutlich nicht jedem klar."
Bitte https://www.heise.de/select/ct/2019/12/1559906003632249 lesen:

Die Spracherkennung des Google Assistant auf Smartphones bekommt ein tiefgreifendes Update. Sie wandert aus der Cloud aufs Smartphone. Das klappt, weil Google nach eigenen Angaben das bislang rund 100 GByte umfassende Sprachmodell auf ein halbes Gigabyte reduziert hat.
So lassen sich etliche Funktionen ohne Internetverbindung nutzen. Für die Nutzer bedeutet das laut Google eine um bis zu 90 Prozent reduzierte Reaktionszeit des Assistant. Das Offline-Sprachmodell wird mit der vierten Generation der Pixel-Handys eingeführt.

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Die Hersteller sagen, dass dieses Abhören nur stattfindet, wenn ich eine bestimmte Taste drücke oder ein Schlüsselwort spreche. Aber alleine für das Schlüsselwort ist schon ein aktives Mikrofon erforderlich.

Auch Notebooks haben interne Micros oder andere Rechner ein angeschlossenes Micro ggf. als Teil einer USB-Webcam. Und die haben noch viel mehr Rechenpower...
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Für was zum Teufel, benötigt der Samsung Browser UNBEDINGT meine GPS-Position?

Vermutl. aus dem selben Grund wie alle anderen Webbrowser auch: Gibt div. Webseiten die anhand des Standorts den entspr. Kartenausschnitt zeigen. Gescheite Browser fragen da aber auch Seiten-spez. Bzw. man muss sich sowieso auch allg. überlegen, ob man seinem Webbrowser traut.
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Oder ist das Smartphone eher ein von mir bezahltes Gerät, mit denen ich der Werbeindustrie, den Geheimdiensten und staatlichen Organisationen (Stichwort Staatstrojaner) ein Werkzeug in die Hand gebe, mich lückenlos zu überwachen?

Das ging auch schon bei Dumbphones zieml. gut, nur dass die mehr Akkulaufzeit haben...
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Mit der DSGVO will der Staat uns Anwender schützen. Was dazu geführt hat, dass wir massenhaft und automatisch Hinweistexte abhaken, nur um schnell zu unserem eigentlichen Ziel zu kommen.

Unsinn, das war schon zu Vor-DSGVO-Zeiten so. Außerdem habe viele Webseiten dadurch Google Maps verbannt, was früher gerne anstelle einer vernünftigen Anfahrtsbeschreibung verwendet wurde (wo sind genau die Parkplätze der Firma bzw. die richtige Eingangstür etc. - weiß Google Maps i.d.R. nicht).
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Dienste wie WhatsApp und Instagram, auf die wir wegen der damit verbundenen sozialen Verflechtungen nicht mehr verzichten wollen.

Vor kurzem hat die c't Whatsapp-Alternativen getestet. Alternative zu den Alternativen kann man auch z. B. https://www.heise.de/select/ct/2019/12/1559640704822441 machen.
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Generell sollten Gesetze eine Einfachheit besitzen, die es Jedermann/Jederfrau gestattet zu verstehen, was er/sie da eigentlich unterzeichnen soll!

Tja, dafür sind die Vorstellungen der Leute was für sie ok ist und was nicht viel zu unterschiedl.!
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Die DSGVO ermöglicht es uns angeblich, die gespeicherten Daten einzusehen, dabei wäre es viel interessanter, die aus den verknüpften Daten basierenden Erkenntnisse einzusehen! Das sollte Bestandteil eines Gesetzes sein, das sich mit meinen persönlichen Daten beschäftigt!

In http://ct.de/ycyu gibt's folgenden Passus:

h) mir darzulegen, ob eine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 DSGVO besteht. In diesem Fall wollen Sie mir bitte aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für meine Person mitteilen.

Außerdem kann man ja auch z. B. sein Scoring bei Schufa & Co. abfragen.

Und ganz allg.: Genau wg. der Sachen um die sich der Artikel im Kern dreht wurde z. T. sogar schon OpenSource-Hardware entwickelt! Aber "quelloffen" bzw. "Open-Source" kommt im Artikel nicht vor?! Es gibt doch eben z. T. schon Lösungen bzw. zumindest Ansätze! Warum werden die im Artikel nicht genannt?!

notting

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