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  • albsein

mehr als 1000 Beiträge seit 01.02.2019

Widerspruch

So sehr ich auch die Kritik an sich verstehen und nachvollziehen, auch gutheißen kann, so sehr empfinde ich diesen Passus als irreführend. AGBen sind immer auch lang und bedeuten viel Lesestoff, wie jeder Vertrag, den jemand eingeht. Wer einen solchen Vertrag massenhaft und automatisch abhakt bzw. diese bei mehreren Verträgen so erledigt, der muss sich aber auch den Vorwurf gefallen lassen, sich selbst unmündig zu verhalten und dies anderen anzulasten.

Du weißt doch genau und der Autor hat es auch dargelegt, dass es unmöglich ist, sich durch spezialisierte (möglicherweise noch fremdsprachige) AGBs hindurchzuarbeiten. Dass es auch keinen Sinn macht, wenn man die Dienstleistung unbedingt möchte und es defakto keine Alternative dazu gibt (z.B. bei WhatsApp) und man ohne sozial isoliert wäre (genauso ist es mittlerweile).

Ein System, welches nicht zu den Bürgern passt, ist ein schlechtes System, nicht der Bürger ein schlechter Bürger.

Es wäre Aufgabe der Politik hier gegenzusteuern. Es ist doch so, dass die meisten Verträge immer die selben Versatzstücke haben. Diese gilt es zusammenzufassen, zu bewerten und in übersichtlicher Form auf einer Seite zu präsentieren. So dass man zu jedem Passus leicht eine Expertenmeinung einholen kann. Inakzeptable Sachen gehören verboten (das ist in Deutschland ja auch teilweise so). Software für die es keine Alternativen gibt, müssen entwickelt werden, China und Russland praktizieren das ja auch, weil sie eben keine US-Vasallenstaaten sind (dafür spionieren sie selbst dann ihre Bürger aus).

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.06.2019 13:16).

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