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  • harimau

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der neueste Trick heißt Photo-TAN

Seit der neuen Onlinebanking-Verordnung der EU bieten immer mehr Banken ein sogenanntes Photo-TAN-Verfahren an. Das geht ganz einfach. Man braucht dafür nur ein Smartphone mit einer Kamera und muss eine App installieren. Merkwürdig dabei ist nur, dass diese App Zugriff auf Geräte-ID und sämtliche Kontaktdaten haben will. Das ist schon seltsam. Warum braucht eine Banking-App Zugriff auf alle Kontaktdaten des Telefons? Und warum will diese App wissen wer mich wann anruft? Ganz zu schweigen von manchen Photo-TAN-Apps, die dann auch noch ständig die Gerätelocation abrufen und an die Bank melden wollen. Wirklich seltsam wird es dann, wenn die Bank online-Banking nur noch mit dieser Smartphone-App anbietet und alle angemeldeten Kunden einfach aussperrt, die das nicht mitmachen ("Das iTAN-Verfahren ist nicht verfügbar. Bitte aktivieren Sie zuerst das Photo-TAN-Verfahren", "Die SMS-Validierung ist nicht verfügbar. Bitte aktivieren Sie zuerst das Photo-TAN-Verfahren", usw.).
Seitdem Ebay, Amazon und Onlineshop XYZ ständig nerven, dass man denen doch unbedingt noch die Smartphone-Nummer mitteilen möge (aber sonst nichts weiter), wird man da schon etwas misstrauisch. Zumal die Datensammelserver der Smartphone-Betriebssysteme in den USA stehen dürften. Da wo keine EU-Datenschutzverordnungen gültig sind. Was damit passiert erfährt man nicht und auch nicht, welche Daten die da aus welchen Quellen auf ihren Servern aufbewahren. Schließlich gibt es ja auch noch Smarthome inkl. 24h/7d-online-Stromzählerüberwachung und den Smarten Fernseher, alles verknüpft mit der Geräte-ID des Telefons...

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.06.2019 21:56).

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