Dass er viel bei Grayzone macht, das als linksextrem eingeschätzt wird, ist schon mal ein Hinweis.
Nicht, dass ich das mit dem Linksextremismus jetzt für hieb- und stichfest halte, der Begriff wird ja gern auch auf Leute draufgeklebt, die nur agressiv links sind.
Aber das hilft schon, ihn einzuordnen; typische Merkmale sind: Anti-US, antimilitaristisch, oft blind gegen sich selbst als "links" darstellende Gewalt. Die ersten beiden Merkmale wären ja völlig okay, wenn nicht diese Einseitigkeit dabei waren.
Und dann finde ich das hier:
https://newkontinent.org/the-endless-proxy-war-by-design/
Über den Maidan:
a fascist-infused coup government that cracked down on Russian culture and countenanced murderous assaults on dissidents
In der Tat. Völlig blind gegen russische Gewalt.
Selbst wenn er die US-Politik kritisiert, wofür es ja reichlich Anlass gibt: Ein seriöser Journalist müsste die vorgetragenen Begründungen darstellen und widerlegen, tut er nicht.
Oh, und das mit den "murderous assaults on dissidents" bezieht sich auf Unruhen in Odessa, wo alle Seiten gewalttätig wurden. Er verlinkt das sogar, aber er behauptet wahrheitswidrig, das sei die ukrainische Regierung gewesen.
Mit anderen Worten: Ganz viel Propaganda, völlig unzuverlässige Berichterstattung.
Auch TP bekleckert sich hier nicht mit Ruhm.
Die Leistungen Matés werden hervorgehoben, aber das Kritikwürdige bleibt ausgeblendet.
Und das, nachdem TP neu und besser werden wollte. Da muss TP aber noch gewaltig nachbessern - nichts gegen einseitige Meinungen, die können auch interessant sein, aber dann bitte die vollständigen Infos über die Autoren und nicht nur die positiven Aspekte.