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  • freudhammer

683 Beiträge seit 14.12.2014

Gleichheit bis zur Perversion

Die Parole der französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ klingt erstmal ganz gut, wir sollten aber schon im Hinterkopf behalten, dass es sich um Phrasen handelt, mit denen seit 230 Jahren die Welt in Blut getaucht wurde. Liberte etwa, gibt es einen nichtssagenderen, missbrauchteren Begriff? Oder Egalite, das Thema hier. Wir können versuchen Menschen nach ihren Taten zu messen und gleich zu behandeln. Doch ohne in Sophisterei auszubrechen zu wollen: nach moralischen Gesichtspunkten dürfte man sie eigentlich nicht gleich behandeln, weil Menschen so unterschiedlich sind, wie es Wesen überhaupt nur sein können. Wenn wir dann auch noch ihre Vita, Physis, ihren Hintergrund und kognitive Bewertungen mit einfließen lassen, dann stecken wir sowieso unrettbar in den Untiefen der Gerechtigkeit fest. Wenn dann auch noch Birnen wie Äpfel sein wollen, sich auf den Gleichheitsgrundsatz berufen und ihre Eigenheit verraten, dann wird die Sache irre. Nicht anders ist es, wenn jemand egalitebesoffen auch noch die Geschlechter gleich machen will.
Ich werde nie verstehen, warum Frauen wie Männer sein wollen, nachdem uns Generationen von Müttern, Omas, Tanten, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen, Geliebten und Ehefrauen zu männlichen Karikaturen verunstaltet haben. Dabei sind Männer und Frauen eigentlich Wesen aus verschiedenen Welten. Die Perversität, die sich aus dem krankhaften Streben nach Gleichheit ergibt, zeigte sich vor einigen Wochen beim Kongress der Jusos in Düsseldorf in der vielleicht extremst möglichen Form. Da forderten Frauen die volle Souveränität über ihren Körper und beschlossen mehrheitlich, die Forderung nach Abtreibungsfreiheit bis zur Geburt. Also Tötung ihrer eigenen Kinder, also dem wertvollsten, was es für Menschen geben kann.

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