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  • Berenice

583 Beiträge seit 23.10.2011

Re: Sind Freier "asozialer misogynistischer Abschaum"?

uepsilonniks schrieb am 09.07.2018 14:28:

Sie haben mein Argument nicht verstanden. "Frauenfeindlichkeit" impliziert, dass man Frauen anders als Männer behandelt. Es ist aber nicht anzunehmen, dass unser hypothetischer Freier - wäre er schwul - nicht zu männlichen Prostituierten gehen würde, er somit also auch nicht frauenfeindlich ist. Damit ist Prostitution kein Ausdruck von frauenfeindlichen Sexismus.

Natürlich ist etwas, das zu praktisch 100% Frauen bzw. Männern in frauenähnlichen, passiven Rollen in negativer Weise betrifft (give or take einige wenige Punkte hinterm Komma), frauenfeindlich. Das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen, aus diesem Fakt winden Sie sich nicht raus.

...aber deren Geld nehmen sie trotzdem.

Wer nimmt ihr Geld? Sicherlich nicht die Gegner von Prostitution.

Es ist nachgewiesenermaßen so, dass die Kriminalisierung von Freiern die Situation der Sexarbeiterinnen verschlechtert.

Stimmt nicht.

Dass man dennoch nicht von dieser feministischen Politik ablässt, lässt sich allein auf den Willen zurückführen, die Freier, also Männer, zu bestrafen. Mit ihrem Hass bestrafen Sie diejenigen, die sie schützen zu wollen vorgeben.

Feministinnen hassen keine Männer. Und es gibt nicht gerade wenig männliche Feministen. Auch diese hassen keine Männer.

Abgesehen davon werden beim schwedischen Modell die Freier bestraft, nicht die Prostituierten.

Für mich ist das Naheliegendste, die Betroffenen selbst zu fragen, was sie sich wünschen, wie sich ihre Situation verbessern lässt.

Zuerst einmal ist absolut jede Frau von den Auswirkungen der Prostitution betroffen. Insofern auch ich, und ich äußere hier meine Meinung dazu.

Und siehe da: Die wollen nicht, dass ihre Kunden kriminalisiert werden, die wollen von ihnen nicht gerettet werden, wie es gleich in der Überschrift des Interviews hier heißt.

Sie glauben wohl auch was Ihnen Automobillobbyisten über den Dieselskandal erzählen, gell?

Sie respektieren diese Frauen nicht. SIE sind hier der Frauenfeind.

Ich respektiere die Luden und Freier nicht. Ganz andere Baustelle.

Ihre These, niemand hasse Männer, finde ich gewagt, als ein Schlaglicht:
https://uepsilonniks.wordpress.com/2017/12/08/maennerhass-und-holocaust/

Arne Hoffmann disqualifiert quasi Ihre gesamte Argumentationskette...

Das stimmt allerdings. Und wissen Sie was? Wenn die Geschlechter getauscht wären, würde sich der Hass gegen die Verkäufer der Ware Sex richten, welche bemitleidete Frauen ausbeuten, die anders nicht zu körperlicher Nähe und Zärtlichkeit kommen.

Blödsinn. Für mich ist jedwede Prostitution, auch die von Männern durch Frauen, gleichermaßen negativ. Sie sollten Ihre Einweglinse ablegen.

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