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  • ChjumenKepitl

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Re: Man kann nicht gegen ein "weiter so" anstinken

Hat se nicht alle schrieb am 31.07.2018 06:45:

denn es ist die Natur des Menschen, dass er Veränderung primär als Bedrohung ansieht.

Richtige Veränderung wird es wohl wieder nur nach einer massiven Krise geben, auch wenn ich das selbst gern vermeiden würde. Bis dahin haben die Bauernfänger und Hütchenspieler die öffentliche Diskussion voll im Griff.

ja und nein. den kapitalismus kennen die leute und so sehr sie sich an ihm auch reiben, ihn zu kennen ist ein wert an sich. mit kennen meine ich aber nicht, dass sie wissen warum bestimmte dinge zwangsläufig sind, sondern sie wissen nur wie sich sich verhalten müssen um z.b. chancen zu haben. da sie aber nicht um dessen strukturellen notwendigkeiten wissen, wissen sie eben auch nicht wo veränderung im mindesten notwendig ist. und dann kommt die krise und irgendwer bietet lösungen. für was werden sie sich entscheiden? welche möglichkeiten haben sie diese lösungen zu hinterfragen wenn sie selbst im täglichen überlebenskampf stehen? die zeit der bauernfänger und hütchenspieler ist in der krise nicht nur nicht vorbei, die krise ist deren beste zeit. da auch die bauernfänger und hütchenspieler keine echte lösung im angebot haben, werden diese, dieses mit der konstruktion von schuldigen kompensieren. zusätzlich werden sie sich abzusichern suchen indem sie die macht weitgehend auf sich konzentrieren. nein eine krise ist nicht nur einfach schlimm, sie hat die substanz zur richtig miesen einbahnstraße.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (31.07.2018 07:17).

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