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  • 1158-22

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Früher, als die ÖR noch echte Qualitätsmedien waren...

...also vor Jahrzehnten, hätte man sich so einer Parteineugründung dankend angenommen dort.
Auch bei Printmedien wie dem SPIEGEL, als er noch seriös war.
Professionell hätte man das Parteiprogramm analysiert.
Man hätte aufgeschlüsselt wer die angesprochenen Wählergruppen sind.
Man hätte die Grundsatzfrage gestellt, was hierzulande gewaltig schiefzulaufen zu scheint, wenn man als Abhilfe eine neue Partei gründen muss.
Man hätte nachgehakt, warum WIR eine Abspaltung von Widerstand2020 ist.
Man hätte die Unterschiede der beiden oberflächlich doch recht vergleichbaren Parteien herausgearbeitet.
Man hätte kritisch nachgefragt, ob sich mit 2 recht vergleichbaren Parteien die Wähler nicht nur verlaufen, was sich für keine der beiden positiv auswirken würde.
Man hätte vor allem auch die Beteiligten Persönlichkeiten der Parteien zu Wort kommen lassen.

So ein neutraler Artikel würde übrigens auch Telepolis gut zu Gesicht stehen.
Werden wohl wieder mal (unter anderem) die Nachdenkseiten, Rubikon oder der Herr Jebsen sein, die den Job machen, für den der ÖR eigentlich existiert: Neutrale Berichterstattung und umfassende Aufklärung.

Und heute?
Jede Wette, daß in kürze eine öffentlich-rechtliche Diffamierungsmaschinerie in Gang gesetzt wird.
Das wird wohl selbst die Kampagnen übertreffen, welche zur AfD (die ich nicht damit schönreden will) am laufen waren.

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