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Re: Ja und? Jeder konnte es vorher wissen

bit4me schrieb am 31. Januar 2016 17:22

> Ja und? Jeder konnte es wissen, als diese "Leistungsanreize"
> propagiert wurden.  Wenn jemand eine akademische Karriere einschlagen
> will und darauf mehr als ein Jahrzehnt gewettet hat, wird er eben
> nicht belohnt, wenn seine Forschung ein negatives Resultat ergibt,
> daher eine Vermutung nicht bestätigt wird.  Von der Vermutung bis zu
> Ergebnis können schon Jahre vergehen. 

> Solche Menschen sind desperat, weil sie ihre berufliche Grundlage
> verlieren. Ich denke, dieses System ist die bewusst hingenommene
> Konsequenz des Betruges, damit Forschung irgendwie international
> ökonomisch "vergleichbar" wird. Dümmer geht es nur noch, wenn Idioten
> dann nach einer Alternative fragen, als wenn man die bisherige
> Scheisse weiter breittreten sollte. 


Es ist sowieso kurios, einerseits Erfolgsmaßstäbe, die mit der Sache
nix zu tun zu haben, zu etablieren und dann sich zu wundern, dass
sich die Wissenschaftler an diesen Maßstäben orientieren. Das heißt
eben möglichst viel veröffentlichen, sich gegenseitig sinnlos
zitieren und betrügen, damit sein Paper als Erfolg durchgeht. 
Ist bei Klausuren nicht anders, wenn es nicht darum geht etwas zu
lernen in der Schule, sondern die Klausur mit guten Noten zu
bestehen, so ist lernen wie betrügen eben Mittel zum Erfolg.

Die bürgerliche Welt ist so vom Prinzip Konkorrenz überzeugt, dass so
ein Kritik nicht verstanden wird, sondern sich moralisch über die
Betrüger echauffiert wird.

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