Avatar von asale
  • asale

33 Beiträge seit 13.07.2016

Pendelpolitik

So'n Mist, jetzt habe ich leider erst im Nachhinein gesehen, dass Konicz diesen Quark verzapft hat - sonst hätte ich mir das Lesen vielleicht ganz gespart. Aber da ich jetzt auch schon in das Forum gesehen habe:

Das eigentliche Problem ist leider, das Lukaschenko eine ähnliche Pendelpolitik betreibt, wie seinerzeit Janukowytsch, weil er sehen will, wo er das höhere Gebot bekommt. Deshalb hat sich ja auch Janukowytsch auf den Schmusekurs mit der EU und den USA eingelassen und indirekt zugelassen, dass Nuland und Co mit ihren fünf Milliarden auch mittels Canvas eine Astroturf-Revolution à la Georgien vorbereitete. Als der Kremel das schließlich mit 15 Milliarden toppte, hat Janukowytsch das Steuer aber zu schnell herum gerissen und ist auf der Nase gelandet.

Steht also zu hoffen, dass Lukaschenko sich zumindest nicht ganz soweit aus dem Fenster lehnt. Pleite genug, das Blatt zu überreizen, ist Belarus für so etwas ja schon. Bei Lichte betrachtet ist also davon auszugehen, dass dem Kreml schon an einer möglichst pro-russischen Stimmung gelegen ist, aber gar nicht an einer systematischen Destabilisierung wie in der Ukraine.

Die Situation ist also genau anders herum als Konicz sie beschreibt. Und unter Partner verbilligtes Öl abzugeben ist echt nur im propagandistischen Sinne als "Ölwaffe" zu deuten, um Belarus ökonomisch unter Druck zu setzen - was im Grunde genug über diesen "Autor" sagt.

ASALE
RDP

Bewerten
- +