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  • 0800reaper

374 Beiträge seit 20.02.2004

Relationen

Es ist wenig sinnvoll, die Anzahl der "Innovationen" mit der
Weltbevökerung gleichzusetzen. Das wäre das selbe wie die Menge der
produzierten Nahrung, mit der Anzahl der Bauern in Relation zu
setzen, und dann zu verlauten, wir produzieren genau so viel wie im
Mittelalter.

Ein erster Ansatz wäre schon mal nur die wissenschaftlich Aktiven in
die Rechnung einzubeziehen. Und wenn ich die hohen Anforderungen an
eine "Innovation" ansetze, wie es der Schreiber des angesprochenen
Artikels tut, darf ich wohl sogar nur die Topwissenschaftler
einberechnen.

Wer behauptet das bis 2038 bereits 95% aller Innovationen entdeckt
worden sind, kann nur überheblich sein. Wenn man überlegt wieviele
Erfindungen unserer Zeit alleine auf die Entdeckung der Atom- und
Quantentheorien gehen. Und in den letzten Jahrzehnten sind massig
Forschungsfelder dazugekommen: Nanotechnologie, Atomchemie, Binonik,
Genetik, Informatik, Robotik, Angewandte Materialien ...

Okay, lasst uns die Wissenschaft wie einen Baum sehen. Das heisst,
für jede beantwortete Frage kommen zwei neue Fragen. Sich
hinzustellen und sinngemäß zu sagen "Der Baum ist so groß", das
klingt schon ziemlich dreist. 
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