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  • sonstewas

mehr als 1000 Beiträge seit 12.01.2007

M-Serie = Erfolgsserie

Man sollte die Leica-Fotografen vielleicht kennen. Wer eine M für vergleichsweise viel Geld kauft, kauft sie ganz bewußt. Es ist die Traditionsserie, die Leica zu dem gemacht hatte, was sie heute ist. Eine exclusive Marke im Kleinbildsegment mit ebenso exclusiver Technik. Eine M kaufen Leute, die Fotografieren können; die es nicht können, haben ein reichhaltiges Angebot aus Fernost, wozu muß Leica da mit in diesen Einheitsbrei gerührt werden?

Die M als Kleinbildkamera bestach mit einem praktisch vibrations- und nahezu geräuschlosen Zentralverschluß. Volle manuelle Kontrolle aller bildgebenden Parameter, auf das Notwendige beschränkte Zubehör. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Technik. Leica beschränkte sich darauf, dem Fotografen ein solides, zuverlässiges Werkzeug in die Hand zu geben, das genau das macht, was der Fotograf von diesem Werkzeug erwartet.

Die M-Serie ist wohl nahezu die einzige Kamerareihe weltweit, die die Wandlung in das Digitalformat überstanden hat. Sicher ist die Klientel recht überschaubar, die sich den Luxus einer M noch leistet, aber sie schätzt die M nach wie vor.

Superzoomvollautomaten, bei denen sich die Tätigkeit des Fotografierens "lauffaul in Richtung Motiv halten" beschränkt, gibt es zu Hauf und dementsprechend langweilen nicht selten die Bilder. Leica als TUI-Touristenkamera? Es spricht nichts dagegen, wenn man im Hause Leitz einen zeitgenössischen Vollautomaten mit "Motivgefundenpiepser" entwickelt, aber die Traditionalisten sollte man bedienen, solange sie danach fragen, solange das wirtschaftliche Ergebnis dies erlaubt.

Wer eine Leica M als "veraltet" oder "antiquiert" herabwürdigt, hat die Kreativität des Fotografierens nicht verstanden.

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