Menü
Avatar von MaxSim
  • MaxSim

mehr als 1000 Beiträge seit 25.12.2003

Willkommen im Abmahnklub der erfolglosen Foto-Wannabies. ...

... An der Ueberschrift kann man evtl. schon ablesen, dass ich nichts weiter als ehrliche Verachtung fuer den Laden ueber habe. Das mal so als Disclaimer.

Das Geschaeftmodell richtet sich nachvollziehbarer Weise an erfolglose Teilzeit-Fotografen, die auf diesem Wege versuchen ihr Equipment zu refinanzieren. Folgerichtig sind auch nicht die eigentlich grossen Kopierer in Verlagen oder Agenturen das Ziel, sondern Privatpersonen. Ein vermeintlicher Rechtsverstoss wird irgendwo festgestellt, dann wird abgemahnt und anschliessend steckt sich der Verein die Provision ein. Entlarvend ist u.a. die Beantwortung der Frage:

- Gehen Sie auch gegen Privatpersonen vor, die fremdes Bildmaterial nicht genehmigt verwenden?
- Nico Trinkhaus: Wir gehen ausschließlich gegen kommerzielle Bildnutzungen vor.

Der eine redet von (Privatpersonen) und geantwortet wird mit der Form der Nutzung (kommerzielle Bildnutzungen). Wie das geht, zeigt z.B. der Wannebie Dennis Skley
https://tarnkappe.info/vorsicht-bei-flickr-fotos-abmahnungen-drohen-bei-cc-lizenzierten-bildern/

Wer sich dessen Webseite (http://www.skley.de/creative-commons-lizenz/index.html) anschaut, der erkennt auch die grenzenlose Unbedarftheit. Das illustriert sehr eindrucksvoll, dass Kamerabesitz eben keinesfalls automatisch einen echten Fotografen hervorbringt.

Mal abgesehen davon handelt es sich auch nur scheinbar um eine guenstige Loesung, um - zugegebenermaszen aergerliche Rechtsverstoesse - zu unterbinden. Es kommt immer mal wieder vor, dass sich ein Verlag nicht an die Vertraege haelt oder eine Agentur Kreuzlizensierungen vornimmt, die nicht abgesprochen waren. In diesen Faellen handelt es sich um real entgangene Gewinne. Das sind Faelle, die dieser Abmahnklub vermtl. gar nicht registriert. (Denn in den Produkten wie z.B. einem Magazin steht maximal Foto: Hersteller oder bestenfalls meine Agentur.)

Ein Bloedmann, der meine Bilder kopiert und damit seine Webseite oder seinen Doener-Flyer verziert, ist def. kein entgangener Gewinn. Auch da kann es jedoch in besonders dreisten Faellen noetig sein, mal einzuschreiten. Und genau dafuer habe ich eine Rechtsschutz ueber Freelens, die nur einen Bruchteil der o.g. 35% kostet und auch in Zukunft die Faeden in meiner Hand laesst. Auch die hohle Phrase "Die Kosten für den Anwalt müssen von den Gegenseiten getragen werden." zeigt, wie fuer bloed man die Nutzer haelt. ubersetzt heisst das: "Wir kassieren mit der Abmahnung die Provision und im Rechtsstreit musst du hoffen, dass der Richter der Gegenseite die Kosten aufbrummt." ... Was der meist nicht tut.

Es wird mir nie passieren, dass irgend so ein unbedarftes Kerlchen in Gravenreuth-Manier in meinem Namen abgemahnt wird. Das ist auch eine Frage meiner Reputation als Fotograf.

Photoclaim richtet sich an Wannabies und nicht an Fotografen. Die sind vermtl. weitgehend erfolglos und nicht in der Lage sind, ihre Produkte vernuenftig zu vermarkten. Dazu gehoert eben auch echtes Marketing, Klinkenputzen und jede Menge Bueroarbeit. Mal eben so 10,000 Bildchen nach Flickr zu posten und dann zu hoffen, dass es kopiert und kommerziell wird, um es dann ordentlich abmahnen zu koennen, hat nicht mit dem Beruf eines Fotografen zu tun, sondern zeigt lediglich einen klassischen Arschlochcharakter.

Dennoch glaube ich, dass dieses Modell Erfolg haben wird. Beinahe jeder, der eine Kamera sein eigen nennt, waehnt sich heutzutage als Fotograf. Darunter sind schon - rein statistisch - genuegend charakterschwache Wuerstchen, denen jedes Mittel recht ist, ein paar Maerker auf Kosten noch aermerer Wuerstchen zu machen.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.09.2016 04:42).

Bewerten
- +
Anzeige