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  • keine_eile

mehr als 1000 Beiträge seit 29.06.2018

So viel Schönheit ist für mich unpraktisch

Immer weniger Knöpfe, immer mehr nur auf Design ausgelegt, das ist nichts für mich.

Ich gebe zu, dass ich schon analog mit Kleinbildformat und zwee SLRs fotografierte. Damals gab es Knöpfe und Einstellräder mit denen man die Kamera steuerte. Damit lernte ich zu fotografieren. Heute gibt es zahlreiche digitale Nachfolger. Die einen sind die DSLRs mit ihren unnützen Spiegelkästen aber immer mehr Rädchen und Knöpfen, mit denen man alle wichtigen Funktionen sofort am Finger hat.
Schon mit der analogen SLR fotografierte ich mit der Kamera am Auge ohne abzusetzen. Ich bin ein Sucher Nutzer, der mit dem Display nicht alleine zurecht kommt. Mittlerweile fotografiere ich seit ein paar Jahren mit der DSLM ohne den Spiegel dafür mit dem WYSWYG-Sucher, aber immer noch mit vielen Knöpfen und Rädchen und vor allem mit den zahlreichen frei zu belegenden Tasten.
Womit ich gar nicht gut zurecht komme, sind die Kameras mit zahlreichen Einstellungen aber nur in der App in einem Telefon.

Und da sind wir bei der Q2. Hatte die Q noch ein paar Knöpfe mehr und vor allem gute echte Schnittstellen, so wurden diese jetzt Opfer des puritanischen und abgespeckten Designs.

Von den technischen Daten und von der Qualität her, gibt es nichts zu meckern an dieser formschönen Leica. Nur im praktischen Alltag mag ich sie nicht, es fehlen mir die gewohnte Knöpfe.
Da gefällt mir die Sony RX1RII viel besser. Sie hat die gewohnten Einstellrädchen am gewohnten Platz. und ist damit intuitiv zu bedienen. Ich muss auch beim Wechsel zu meiner DSLM oder zurück nicht lange überlegen, sondern finde mich ohne Nachdenken zu müssen gut zurecht.

Der Unterschied der Brennweiten ist nicht so wesentlich. Die Qualität der Objektive ist in beiden Fällen ohne Tadel. Ich kann mit beiden Objektiven gut arbeiten.
Die Größe der Gehäuse ist sehr unterschiedlich. Während die Sony sehr kompakt und übersichtlich wirkt, ist die Leica wie ihre Vorgängerin auch sehr viel größer und wirkt massiv. Und da frage ich mich, warum man sich trotz der großen freien Flächen nicht für mehr Knöpfe entschieden hat. Vielleicht war es die Kalkulation, da Knöpfe sehr viel teurer sind als reine Software-Lösungen. Aber das interessiert mich als Käufer nicht,zumal die Leica traditionell sehr viel teurer ist.
Wie sich die jetzt etwa gleich stark auflösenden Sensoren schlagen wird man sehen müssen. Der Sensor der Sony ist nicht neu, sondern schon mehr als sehr gut erprobt.

Mein Fazit: Die Bedienbarkeit ist für mich sehr viel besser mit der Sony möglich, weshalb ich mich wohl kaum für die Leica erwärmen werde.

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