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  • m_buergers

50 Beiträge seit 18.07.2018

Leica lebt vom Mythos, nicht (mehr) von der Bildqualität

Leica ist ein gutes Beispiel für Markenwert und gutes Marketing. Nicht, dass ich ihnen den Erfolg nicht gönnen würde oder was gegen Luxusgüter-Marketing hätte, im Gegenteil!

Nur habe ich vor Jahren immer mal wieder Raw-Dateien verglichen (arbeitete lange als Designer), und Leica fiel immer sehr deutlich ab. Im Pro-Bereich zählt letztlich das Ergebnis, und das fand ich bzgl. Digitalfotografie bei Leica niemals gut. Mag sein, dass es sich heute angeglichen hat, aber ich bezweifle, dass Leica in irgendeinem Bereich (außer bei den aufgerufenen Preisen) Weltspitze oder gar technologischer Marktführer ist.

Ich mag die Marke trotzdem, aber würde, ein entsprechendes Budget vorausgesetzt, wirklich niemals Leica-Produkte kaufen, da es einfach Besseres, Moderneres und Kompromissloseres gibt.

Allerdings gibt es auch einen psychologischen Effekt durch den Markenmythos. Ähnlich wie z.B. viele Gitarristen mit bestimmten Gitarrenmarken subjektiv besser (inspirierter, emotionaler) spielen können und sich auch besser fühlen (selbst erlebt), gibt es sicher Fotografen, die sich mit einer Leica besser fühlen als mit anderen Kameras. Und das kann etwas sein, das diesen Leuten viel Geld wert ist, was für mich auch völlig o.k. ist.

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