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  • Aristophanes

mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2003

Re: Oder doch?

Und irgendwann glaubt man ihnen sogar selbst.

Auch die Herabwürdigung von Menschen, die sich auf mehr oder minder professioneller Ebene mit Kunst auseinandersetzen, kann einen am Ende des Tages nur schwer über eigene Bildungsdefizite hinweg helfen.

Und wenn ich von Grundkenntnissen schreibe, meine ich damit sicher nicht die akademische Rezension. Einsteigern empfehle ich gerne Ah-Bah!
http://www.punctumgallery.ch/docs/ahbah/

Wenn man in diesen Bildern Kunst entdeckt?

Wohl kaum. Eher doch, wenn du bereit bist dich auf ein Bild einzulassen, gerade wenn es für dich subjektiv zunächst sehr sperrig daher kommt. Eines lässt sich aber doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: Wer ein Bild, und dabei handelt es sich in aller Regel seit nun mehr 30 Jahren in der Fotografie, ohne inhaltliche Auseinandersetzung anhand eines kleinen Pixelschnippsels in der hier geschehenen Art bewertet, spricht sich nicht gerade frei vom Vorwurf der Borniertheit.

Meinem Geschmack nach sollten Künstler vom Betrachter...

Da bin ich ganz bei dir. Ich selbst bin sehr für eine sinnliche Erfahrung von Kunst. Was ich hingegen nicht verstehe, ist die weit verbreitete Auffassung, Kunst könnte sich ohne jede Mühe, etwa einer sorgsamen Aufmerksamkeit, seitens des Betrachters für diesen erschließen.

Echte Kunst überzeugt auch den Indifferenten, große Kunst sogar den Widerstrebenden.

Seltsam, ich bin immer davon ausgegangen, dass Gegenwartskunst keinen Wert hat, wenn sie nicht auch in Teilen des Publikums heftigen Protest hervor ruft.

"Echte" und "große" klingt für mich eher nach Artefakten längst vergangener Zeiten - kann jeder gut finden, tut ja keinem weh...

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (12.08.2017 20:23).

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