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  • jo-1

679 Beiträge seit 09.12.2011

Re: 61 megapixel ich erkenne den nutzen nicht

Granatstern schrieb am 17.07.2019 13:26:

Der Pixelpitch beträgt bei 61 MP im Vollformat P = 3,76 µm.

Die kleinste Blendenzahl, die beugungsbegrenzt abgebildet werden kann, ist

F = 1,5 x P

mit F für Blende (Öffnungsverhältnis) und P für Pixelpitch in [µm], Rayleigh-Kriterium und λ = 555 nm.

Bei einer hypothetischen perfekten Optik würde der 61 MP-Sensor bei Blende 5,6 das Bild ohne Informationsverlust abspeichern. Bei größeren Blendenzahlen wird die Auflösung durch die Beugung begrenzt, bei kleineren Blendenzahlen durch den Sensorchip.

In der Praxis erreichen Objektive in der Regel aber keine beugungsbegrenzte Auflösung.

Ich bin in der Produktfotografie unterwegs und verwende dazu meine Nikon D700 mit einem 12 MP-Sensor. Pixelpitch 8,49 µm, kleinste sinnvolle Blendenzahl: 12,73.

Weil ich wegen der Tiefenschärfe Blenden im Bereich von 11 bis 22 nutzen muss, würde ein Sensor mit mehr als 12 MP nicht zu zusätzlicher Schärfe führen können.

Es kommt für den Nutzen hochauflösender Sensoren also immer darauf an, was und wie man fotografiert. Sensoren mit hoher Auflösung haben als Nachteil ein höheres Bildrauschen, wie man an den aktuellen Nikonmodellen Z6 und Z7 sehr schön sieht.

Ich liebäugele mit ersterer.

http://www.photonstophotos.net/Charts/PDR.htm#Nikon%20D700,Sony%20ILCE-7RM4

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