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  • Aristophanes

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Eiegentlich nicht

Die Fotografie ist ein zweidimensionales Medium. Da bleibt schon nicht viel übrig von einem unverfälschten Eindruck einer vierdimensionalen Welt.

Dann benötigt das Rohmaterial eine Interpretation durch die Entwicklung. Auch da gibt es, genau betrachtet, keinen wirklichen Unterschied zwischen der chemischen Entwicklung und der elektronischen Dunkelkammer oder eben der Masse an interner Kamerasoftware die zum Einsatz kommt, wenn ein Jpg-Bild fälschlicher Weise OoC bezeichnet wird.

Ich muss mir z.B. immer das Lachen verkneifen, wenn Leute bei Ansel Adams von einem Vertreter der "reinen Fotografie" und "Abbildung der Realität" reden. Der Kerl muss nach seinen Exkursionen immer einen tierischen Sonnenbrand gehabt haben, weil er die meiste Zeit des Jahres in seiner Dunkelkammer gewischt und gewedelt hat.

Uns schließlich kann man in der Geschichte der Fotografie die Bildmanipulation bis hin zur Collage bis zu deren Anfängen zurück verfolgen. So war das Material der ersten fotografischen Bildbände überhaupt in den einzelnen Bildern ein Zusammenschnitt von Fotografien und Malereien.

Es kann also in der Fotografie gar nicht um die "Abbildung der Realität" gehen und die Frage nach der Bildbearbeitung ist keine von ja oder nein.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.08.2017 19:43).

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