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Avatar von Inseltraum

2 Beiträge seit 22.04.2011

Re: Frauenakt:„das Thema und die Kunst“

Warum so kompliziert und distanziert. Zu allen Zeiten wurden und werden weibliche Körper in ihrer Schönheit zu ihrer Bewunderung für das Publikum ausgestellt. Ob griechisch klassisch in Marmor, an der Decke einer prachtvollen Kirche aus der Renaissance, auf Gemälden, in Schlössern, Museen, selbst in der Steinzeithöhle fand man einen Frauenakt. Geändert hat sich lediglich die zeitliche Sichtweise. Wir kennen alle das prüde England des 19. Jahrhunderts und das lebensfrohe Paris. Wir kennen das Moulin Rouge aus dem Jahre 1889 und den berühmten Maler Henri de Toulouse-Lautrec, als Gegengewicht englischer Prüderie. Wer Maler werden will, lernt als erstes im Kunstunterricht einen Akt zu zeichnen. Männlich oder weiblich ist egal. Film und Fotografie, als Erfindung des 19. Jhr., bieten neue Möglichkeiten, einen nackten Körper darzustellen. Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. So ist es auch in diesem Fall. Was der eine schön findet, findet der andere anstößig oder gar unmoralisch.

Michael Clemens

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