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  • BruthaOmVorbis

mehr als 1000 Beiträge seit 14.05.2014

Brother P-touch

Welcher Teufel hat die geritten, als sie die Beschriftungsbänder letztens umgearbeitet haben? Als sie diese dünner und härter gemacht (was von Anwendungsfall abhängt, ob die Dinger damit besser oder schlechter bewertet werden; der Untergrund sollte nunmehr jedenfalls tatsächich starr sein) und das bislang die Klebefläche bedeckende Wachspapier durch Folie ersetzt haben.
Natürlich, bei den Leuten mit den „das Verbrauchsmaterial bringt das Geld“ Geräten wird das oftmals nichts oder nur wenig ausmachen. Aber zumindest wer sich eines der besseren Geräte nicht (nur) wegen des meist erheblich geringeren Bandverschnitts sondern nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Fähigkeiten kaufen will, sollte sich das jetzt genau überlegen!
Warum? Nun, ich brauche, nein, (mit diesen neuen Bändern) bräuchte oft diese „Fähnchen“. Bisher waren die für manchen Beschriftungszweck richtig praktisch. Mit etwas Überlegung und Geschick ließen sich mit der dazu gehörenden Funktion schnell „schöne“ Beschriftungen nicht nur erzeugen sondern auch z.B. an Drähten oder Glasfasern anbringen: jeweils eine Hälfte des Abdeckpapiers bis kurz über die Hälfte des Bandes von gegenüberliegenden Ecken aus abziehen, doppelt umknicken und um das jeweilige Objekt lose herumlegen. Dann die beiden Enden des Bandes (mit möglichst wenig Berührung zu anderen Dingen) aufeinander ausrichten (das Wachspapier hilft mit seiner verminderten Haftung, man kann immer noch etwas korrigieren) und dann da zusammenfügen. Von diesem Ende nun unter leichtem Straffen gleichmäsig zum Beschriftungsobjekt hin zusammenführen und zum Schluß noch die beiden Papierbänder herausziehen. Fertig – und meist sehr sauber.
Und jetzt? Nun läßt sich die Abdeckfolie kaum noch knicken, so daß sie immer wieder zurückschnappt. Wäre sie nicht hochtransparent, würde man das auch öfter als höchst zufällig bemerken. Wäre diese Folie wenigstens mit der schon erwähnten verminderten Haftung versehen, könnte man die Enden weiter wie erwähnt ausrichten. Aber so? So sehen die von mir erzeugten Aufkleber bestenfalls so aus, wie die schlechtesten, die mir mit den „Papierbändern“ gelingen. Immer wieder hängt eine Ecke transparenter Folie dran (und wehe, man versucht die mit „sanfter“ Gewalt zu entfernen!), immer wieder kleben die beiden Teile nicht sauber aufeinander, dafür aber sonst überall. Und glatt aufeinander geklebt sind auch die wenigsten.
Und jene, die sich mit einfacheren Dingen zufrieden geben würden? Die müssen auch mit dieser transparenten Folie leben. Und zwar „überall“. Denn einerseits neigt das härtere Beschriftungsband zum knittern, so daß man der Abdeckfolie beim Bekleben besser nicht zu viel Aufmerksamkeit widmet. Da die aber noch „elektrostatischer“ ist als das Wachspapier, fliegen die nahezu unsichtbaren Reste irgendwo hin und tauchen da dann irgendwann wieder auf. „Der Kunde will ja auch seinen Spaß damit haben“?
Und wegen des Zurückschnappens, der Druchsichtigkeit und der Härte des dünneren Beschriftungsbandes sowie der (zumindest auf einigen Untergründen) größren Haftung des Klebstoffs bekommt man bei längeren Beschriftungen (panels anyone?) schnell Schwierigkeiten, wenn man das Ergebnis sauber (z.B. entlang einer Kante) ausrichten möchte.

„Wir sind modern, alles wird besser“ für irgend jemanden, aber nicht für die Allgemeinheit.

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