Avatar von innomine
  • innomine

3 Beiträge seit 29.09.2000

Kunst/Markt aus 04/2014

Selten ziehe ich nach dem Studium des Inhaltsverzeichnisses einen Artikel beim Lesen vor, der Artikel über den Fotokunstmarkt war einer dieser seltenen Fälle.

Die nüchterne Abrechnung mit der Vorstellung, dass sich Qualität automatisch durchsetzt und gute Künstler mit ihren Werken irgendwann Erfolg haben werden, hat mich auch als Unbeteiligten nicht wirklich überrascht.

Aber das die großen Namen der Fotokunstszene letztlich nur dank konsequenten Selbstmarketings an der Spitze stehen und das wir statt über Adams und Gursky heute auch über die Werke von Meier und Müller reden könnten (wenn sie es denn in der Selbstvermarktung geschickter angestellt hätten) sind, fand ich faszinierend. Der Kunstmarkt "findet" also durchaus einen guten Fotografen, aber er findet nicht die besten Werke. Nur wer als Fotograf seine Haut auch konsequent zu Markte trägt, kann im Kunstvertrieb gesehen werden.

Für mich ein echtes Aha-Erlebnis, dazu auch noch äußerst nett geschrieben. Weiteres Sympathie-Plus: Frau Dr. Mettner hat im Artikel bei den Lesetipps auch eindeutig auf _ihr_ Buch hingewiesen und es nicht einfach kommentarlos in die Liste passender Bücher eingefügt.

Ich denke, ich werde meine Kunstkarriere nochmal neu planen ;-)

Bewerten
- +