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198 Beiträge seit 13.11.2009

Es tut so wohl,

jemandem zu begegnen, der sich nicht nahtlos geräuschvoll in einen
der "Vier Beine gut - zwei Beine schlecht"  Chöre einreiht.

Beim Schlusswort "Mit dem technischen Wandel wird ein kultureller
Wandel kommen müssen. Statt alles verstehen und nachvollziehen zu
wollen, müssen wir toleranter werden gegenüber den nicht länger
privaten Eigenheiten unserer Mitmenschen." erkenne ich eine
irritierende Nähe zu Eric Schmidts verfemter "Menschheit ist noch
nicht reif".

Dabei wächst in mir der Verdacht (mehr kann es wohl nicht sein), dass
Google jenseits des wirtschaftlichen Antriebs immer noch etwas hat,
was uns, der FDP (der SPD seit Schröder auch, der CDU sowieso) und
unserer politischen Landschaft spätestens seit dem Anschluss des
Beitrittsgebietes fehlen: 

 Visionen

Und deshalb wähle ich schon jetzt und nicht erst das nächste Mal
Google - falls "Merkel" und BVerfG - im Gegensatz zu den Strukturen
größerer und mächtigerer Länder - diesen Kontrollverlust zulassen. 

Denn für bestehende Machtstrukturen bedeutet der Kontrollverlust im
wesentlichen nur eines: Machtverlust, der zu verhindern ist. Mein
eigener persönlicher Machtverlust ist dagegen winzig und wird auch
kompensiert von der Hoffnung, dass es eines Tages keiner Wikileaks &
Co mehr bedarf, um nur fallweise Kriegsgewinnler,
Lobby-Geheimvertragler, Lohndumper, Kinderausbeuter und was noch so
im feuchten Dunkelfeld auch freiheitlich-demokratischer Staaten
gedeiht - mit Null-Toleranz zu begegnen.
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