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Re: Besser überhaupt nicht reagieren!

Wumba schrieb am 31. Oktober 2011 09:39

> Was du schreibtst, stimmt so ja auch fast und stimmt sogar exakt mit
> dem Text überein. Hättest du ihn also gelesen, hättest du nichts
> "klarstellen" müssen.

Den Artikel kenne ich nicht mehr genau. Mein Posting ist immerhin 2
1/2 Jahre alt. Fakt ist aber, dass gerade die Verbraucherzentralen
immer wieder behaupten, dass man ihre Musterschreiben versenden
sollte, wenn man eine Zahlungsaufforderung von einem dieser Abzocker
erhält. Und genau das ist, wie ich ausführlich begründet habe,
völliger Blödsinn, sondern schadet im Zweifel eher. Also musste das
durchaus klargestellt werden.

> Gar nicht zu reagieren ist nicht unbedingt die richtige Methode. Dies
> ist nur dann die richtige Methode, wenn es bei den Mahnungen bleibt
> (was in der Regel natürlich der Fall ist). Im Falle einer
> tatsächlichen Anklage hast du dann aber nicht widersprochen. Sollte
> es also zu einer Anklage kommen und du freigesprochen werden, dann
> würde der Vertrag die 6 Monate gelaufen sein, weil du nie
> widersprochen hast. Du müsstest also das Jahresabo anteilig zur
> Hälfte bezahlen, was nicht ganz im Sinne des Erfinders ist.

Völliger Unsinn. Es existiert kein rechtskräftiger Vertrag, also kann
ein solcher "Vertrag" auch nicht 6 Monate gelaufen sein. Wo kein
Vertrag, da kein Widerspruch notwendig und da auch keine
Zahlungsverpflichtung, auch nicht anteilig. Zumal die 14-tägige
Widerrufsfrist bei Erhalt einer Zahlungsaufforderung dieser Abzocker
ohnehin erloschen wäre, sollte ein Gericht wider erwarten doch zu
Ergebnis kommen, dass ein Vertrag rechtskräftig zustande gekommen
wäre.

Mal abgesehen davon, dass ein Gericht entscheidet, dass der Vertrag
entweder rechtskräftig oder nichtig wäre. Ein Zwischending gibts da
nicht. Also müsstest du im Falle der Feststellung der
Rechtsgültigkeit des Vertrages sowieso alles zahlen, sonst gar
nichts, auch nicht anteilig.

Also Widerruf oder Widerspruch ist völlig unnötig und kann eher
schaden aufgrund der Beweisführung.

> Solch
> einen Musterbrief per Einschreiben zu schicken bewahrt dich davor,
> weil du direkt zu Beginn bereits klar gemacht hast, dass das Abo
> sofort oder rückwirkend (je nach Situation) nicht eingehst. Und damit
> stehst du bei einer Anklage deutlich sauberer da.

Wieder falsch. Bei einer Anklage muss der Kläger u.a. beweisen, dass
ein Vertrag zustande gekommen ist und du die Rechnung und die
Zahlungsaufforderungen erhalten hast. Das kann er nicht, wenn er
diese nicht per Einschreiben verschickt hat. Also stehst du bei einem
Prozess sogar noch schlechter da, wenn du diesen Musterbrief
verschickst, weil du denen den Beweis, dass du eine
Zahlungsaufforderung von den Abzockern erhalten hast, selbst
lieferst.

Und was das Vertragliche angeht, siehe oben. Wo kein Vertrag, da auch
kein...

> Wie gesagt: Mir ist jetzt kein Fall bekannt, bei dem tatsächlich
> Anklage erhoben wurde (ausser von Fakeaccounts in Foren die das immer
> behaupten um die Leute noch mehr einzuschüchtern). Sollte es aber zu
> einem solchen Fall kommen, dann ist der Einspruch/Widerruf/... der
> bessere Weg gewesen, und den kann man nur schwer nachträglich
> wiederholen.

Siehe oben und mein damaliges Posting.

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