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mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2001

GPU-Passthrough in VMs und ein Gamer-Windows

Solange nicht endlich jemand einen Move macht wie "wir releasen jetzt
eine Version, die sowohl unter Windows als auch Linux installierbar
ist auf dem gleichen Medium, so, dass der Kunde bei Problemen mit
Linux immer noch unter Windows installieren kann" werden wir nie
sehen, dass die Akzeptanz der Hersteller steigt.
Irgendwer muss anfangen, Linux das Image einer Möglichkeit für
Spieler zu verpassen, und das passiert nicht mit halbärschigen
Almosen wie L4D2.

Die Übergangsalternative wäre den VM-Zweig weiter auszubauen: ich
habe unter VMware Workstation eine XP-VM, in der ich "Vampire
Bloodlines" installiert habe, und man kann es als spielbar
betrachten. Allerdings denke ich, dass das permanente mitpflegen
einer Übersetzungsschicht zwichen Host und Guest auf lange Sicht zu
aufwändig ist. Ich denke, man sollte hier eher überlegen Bereiche der
Grafikhardware exklusiv bei Bedarf dem Gast abzutreten und auf
Host-Seite nur noch die Elementaren Kleinhirnfunktionen laufen
lassen, die überhaupt dafür sorgen, dass Grafikoutput stattfindet.
Jede GPU heute ist parallelisiert, man könnte also sagen: wir lassen
jetzt nnur noch 1% der Leistung für den Gast stehen und die generelle
Displayverwaltung, und die restlichen Shader und was nicht alles
geben wir dem Gast, der meldet uns zurück was er gerendert hat und
der Host stellt dar.

Wenn MS dann clever ist verkaufen sie einen "Gamer VM Core" der
featurewise genau das macht, was man zum Spielen braucht: sich nur um
Device-I/O kümmern und sonst nix, quasi Windows ohne alles, was man
zum spielen nicht braucht.

Der Übergang VM/nativ könnte in der Zeit stattfinden, die nötig ist
udn man hätte in beiden Situationen eine funktionierende Lösung.

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