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Re: Kommunale Gebeitsrechenzentren und Städte- und Gemeindebund...

matbhm schrieb am 8. Dezember 2012 15:41
> Tja, alledem steht schon das Kartellrecht entgegen. So wollten Mal
> mehrere Bundesländer zusammen die Kleidungsausstattung für ihre
> Polizeibeamten kaufen, um auf diese Weise über die Mengen höhere
> Rabatte zu erzielen. Da hat aber ruckzuck das Bundeskartellamt
> ermittelt, weil mit dem einheitlichen Einkauf eine den Markt
> diktierende Marktmacht entstanden wäre. Also: Ganz so einfach ist das
> Ganze nicht.

Braucht man ja nicht: Die Dienstleistung kann ja jeder selber
ausschreiben und einkaufen, aber jede Einrichtung, wie etwa in
München, sollte ihren Code bei Github oder so abladen, daß sich alle
interessierten Personen dort bedienen können. Wenn jede Gemeinde
einzeln Windows einkauft, bekommen sie ja auch nicht jeder eine
individuelle Version, sondern alle die gleiche, modulo Servicepack.

Mit so einem Pool kann dann jemand anders hingehen, sich den Kram
'runterladen und mal eine Runde damit drehen.

> Die Linux-Distro für die öffentliche Hand sollte ja eigentlich Mal -
> schon vor gut einem Jahrzehnt - vom BSI entwickelt werden. Ich weiß
> es nicht - aber vielleicht waren ja kartellrechtliche Bedenken der
> Grund, weshalb daraus dann nichts wurde.

Ich habe mal mit jemandem geredet, der hat mir "gezeigt", daß der
Grundgedanke bei Freier Software noch nicht wirklich durchgedrungen
ist. Da war unter anderem von einer eigenen Plattform a la Berlios
die Rede, die man aufbauen müßte...

> Im AA war wohl darüber hinaus das Problem, dass die
> Hardware-Beschaffung nicht in Einklang mit OpenSource zu bringen war.
> Für eine Menge Geräte gab es keine Treiber.

Bei den Budgets, die diese Einrichtungen normalerweise haben, kann
man sowas bequem in Auftrag geben - vielleicht nicht bei Ploenzke,
aber bei Läden, die sich auskennen, schon.

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