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Re: Das ist mir aufgefallen...

Snomm schrieb am 3. Februar 2013 10:07

> > Nur von der Opposition getragen werden die Empfehlungen, Eigenentwicklungen möglichst als Freie Software und mit öffentlichen Geldern finanzierte Software unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen.

> Programme, die vom Steuerzahler finanziert werden, gehören ALLEN und
> nicht nur einer begrenzten Gruppe innerhalb einer Verwaltungseinheit!
>
Wen meinst Du mit "allen"!? Ich setze mal voraus Du hast ein
"normales" Gerechtigkeitsempfinden und meinst all' diejenigen, die
mit ihren Steuergeldern dazu beigetragen haben. Steuergelder werden
aber nunmal - zumindest derzeit noch - "nur" auf nationaler Basis
erhoben, während freie Softwarelizenzen (meines Wissens!) keine
Ländergrenzen kennen.
Würdest Du es denn als gerecht empfinden, wenn mit deutschen
Steuergeldern entwickelte Software per Gesetz unter eine freie Lizenz
gestellt werden müsste und damit für andere Länder frei verfügbar
wird, die solche Gesetze selbst nicht haben und auch gar nicht daran
denken ähnliches einzuführen!?
Ich kann mir vielmehr gut vorstellen, dass das ein oder andere Land
infolgedessen sein eigenes Staatsbudget für Softwareentwicklung
entsprechend zurückschrauben würde, wenn die Software "kostenlos" aus
Deutschland käme. ;-)
>
> Zwei Sachen nehme ich allgemein mit:

> 1) Bei freier Software geht es um viel mehr als lediglich um eine
> Nerd-Spielerei, Hacker gegen MS. Hier geht es um unsere
> Selbstbestimmung, gerade, wenn Software so weite Teile unseres Lebens
> bestimmt und Rückwirkungen auf die Festbauteile hat, für die wir in
> jedem Fall Geld ausgeben. Damit ist für mich auch diese elende
> Debatte überflüssig, ob es nun in München billiger ist, MS-Produkte
> einzusetzen oder FOSS - hier geht es um unsere Freiheit stupid!
>
Da stimme ich Dir absolut zu!
>
> 2) Die Opposition scheint dies schon sehr viel mehr begriffen zu
> haben als die Betonköpfe mit dem C im Namen oder die
> Besserverdienenden von einer meiner Meinung nach viel zu viel
> beachteten Splitterpartei. Schade, dass sich die SPD mit ihrem
> Steinbrück unwählbar gemacht hat...
>
Ich bin selbst ein großer Anhänger von freier Software, beobachte
aber gleichzeitig mit Unverständnis und auch Verärgerung, dass die
Mehrheit dieser Anhänger überwiegend aus dem antikapitalistischen
politischen Lager kommt, welches natürlich prinzipiell gerne für alle
Dinge stimmt, die - vordergründig betrachtet - "kostenlos" sind. Nur
darum geht's den meisten leider immer noch!
Dass das von Dir genannte politische Lager also stärker für
OpenSource stimmt als das andere hat also nichts damit zu tun, dass
diese die wahren Vorteile von OpenSource besser verstanden hat als
das andere, sondern es passt lediglich besser in deren - zumindest
tendenziell - antikapitalistischere Ideologie...

> -Snomm  

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